Chanukka-Lampe

Benjamin Hentschel

KGM 87_7_0a
KGM 87/7/0
Judaica/Angewandte Kunst
Silber, getrieben, punziert, montiert
Berlin Laut Beschauzeichen 1779
14,9 × 15,5 × 6,9 cm
Auf der Rückwand und dem Deckel jeweils: BZ: Bär mit "F" (Berlin; Scheffler 10a); MZ: "BH" (Hintze, Nr. 147)
Stiftung Jüdisches Museum Berlin (Hg.): Zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte. Geschichten einer Ausstellung, Berlin 2001, Abb. S. 28. Berlin Museum (Hg.): Judaica-Katalog, Berlin 1989, S. 284, Abb. 188. Zu Breslauer Meisterzeichen: Hintze, Erwin: Die Breslauer Goldschmiede. Eine Archivalische Studie, Breslau 1906.
Ankauf aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Die Chanukka-Lampe besteht aus einer kastenförmigen Bank mit Deckel und einer Rückwand. Die querrechteckige Bank steht auf vier sich nach unten verjüngenden und mit einer Kugel abschließenden Füßen. In der Bank sind acht Ölwannen in einer Reihe angebracht, die sich zur Vorderseite der Bank hin schnabelförmig öffnen. Rechts und links von der Bank sind jeweils zwei plastisch geformte Blätter angebracht, die leicht nach oben gebogen sind. Die acht Ölwannen sind oben durch einen aufklappbaren Deckel geschlossen. Der Deckel ist reich mit punziertem Blattwerk und Blütenmotiven verziert. Die Rückwand ist an ihren Rändern mit S- und C-förmig geschwungenen Roccaillen dekoriert. Ziselierte florale Ornamente und Akanthusblätter, die um eine Blüte im Zentrum drappiert sind, schmücken die Rückwand.

Die Punzen und die Form dieser Chanukka-Lampe verweisen auf einen Lampentyp, der um 1730 vor allem in Berlin geläufig war und bis Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellt wurde. Laut der Meistermarke wurde die Lampe von Benjamin Hentschel hergestellt. Es ist bisher nicht bekannt, dass dieser Silberschmied in Berlin tätig war.

Vergleichbare Chanukka-Lampen diese Typs befinden sich in den Sammlungen des Joods Historisches Museum in Amsterdam und des Jewish Museums in London.

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