Besamim-Büchse
KGM 88/1/0
Messing, versilbert, gegossen, gedrückt
Geislingen / Steige, Deutschland ca 1886 - 1903
28 cm
Am Rand des Fußes: "WMF"
Judaica Katalog: Kat. 239
Vgl.:
Musterbuch der Würtembergischen Metallfabrik, Geislingen-Steige, 1898, S.115a, Artikel Nr.1,"Psombüchse"
Musterbuch der Würtembergischen Metallfabrik, Geislingen-Steige, 1925/26, S.408, Nr.33426,
Ankauf aus Mitteln der Gesellschaft für ein Jüdisches Museum in Berlin e.V.
Besamim-Büchse mit spitzem Turmaufbau und Fähnchen. Der Fuß ist mir Rankenornamente verziert. Die Wandung des Zylinders in der Mitte ist in vier Felder unterteilt. In den Feldern befinden sich florale Ornamente sowie hängende Früchte. Eine Figur stellt vermutlich ein Seepferdchen dar, das jedoch ausschließlich ornamental ist. Der spitz zulaufende Turmaufbau ist von Sternen und Löchern durchbrochen und von einem Fähnchen bekrönt. Das Oberteil ist abziehbar. Innen in der Büchse sind Glöckchen vorhanden.
Eine Besamim-Büchse ist eine Gewürzbüchse, die bei der Hawdala-Zeremonie am Ende des Schabbat oder anderer jüdischer Feiertage verwendet wird.
Seit dem späten 19. Jahrhundert wuchs in Deutschland ein Bedarf an attraktiven und erschwinglichen jüdischen Ritualobjekten. Daher nahmen auch viele nichtjüdische Hersteller Judaica in ihr Sortiment auf, wie etwa die "Württembergische Metallwarenfabrik" (WMF) in Geislingen an der Steige. Die WMF stellte einfache Besamim-Büchsen in Serie her.
Da die Provenienz des Objekts zwischen 1933 und 1945 Lücken aufweist, ist das Jüdische Museum Berlin bemüht diese durch gezielte Recherchen aufzuklären.
Eine Besamim-Büchse ist eine Gewürzbüchse, die bei der Hawdala-Zeremonie am Ende des Schabbat oder anderer jüdischer Feiertage verwendet wird.
Seit dem späten 19. Jahrhundert wuchs in Deutschland ein Bedarf an attraktiven und erschwinglichen jüdischen Ritualobjekten. Daher nahmen auch viele nichtjüdische Hersteller Judaica in ihr Sortiment auf, wie etwa die "Württembergische Metallwarenfabrik" (WMF) in Geislingen an der Steige. Die WMF stellte einfache Besamim-Büchsen in Serie her.
Da die Provenienz des Objekts zwischen 1933 und 1945 Lücken aufweist, ist das Jüdische Museum Berlin bemüht diese durch gezielte Recherchen aufzuklären.
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