Gewürzbüchse in Turmform, Hawdala-Kerze, Kidduschbecher

Heinrich Tischler geb. Cosel 1892 gest. Breslau 1938

GHZ 81_76_0
GHZ 81/76/0
Kunst
Bleistift auf Transparentpapier
verm. Breslau ca. 1920 - 1927
33 × 21,8 cm
u.r. (blauer Stempeldruck): "H/Tischler"
Brade, Johanna: Heinrich Tischler und sein Kreis - eine Spurensuche zur zerstörten jüdischen Künsterszene Breslaus zwischen den Weltkriegen, in: Verfolgte Kunst - Der jüdische Künstler Heinrich Tischler und sein Breslauer Kreis, Ausst.Kat., Görlitz 2016, S. 13-99.
Ankauf aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Bleistiftzeichnung auf oben bogenartig zugeschnittenem Transparentpapier. Dargestellt sind gestaffelt hinereinander gereiht eine Besamimbüchse, ein Kiddusch-Becher und eine Hawdalakerze für die Hawdalazeremonie am Ende des Schabbat.

Es wird angenommen, dass es sich bei dieser Handzeichnung, die Teil einer Serie ist (GHZ 81/75 & 77-79/0), um den Entwurf für Synagogenfenster gehandelt haben könnte. Die Entwürfe waren möglicherweise für die private Pinchas-Synagoge in der Höfchenstraße 84 in Breslau vorgesehen. Diese Zeichnungen wurden von dem in Breslau tätigen jüdischen Künster Heinrich Tischler angefertigt.

Diese Serie von Zeichnungen war Teil der Sammlung Zwi Sofer, die 1981 für die Jüdische Abteilung des Berlin Museums erworben wurde und sich heute im Jüdischen Museum Berlin befindet. Da die Provenienz des Objekts zwischen 1933 und 1945 Lücken aufweist, ist das Jüdische Museum Berlin bemüht diese durch gezielte Recherchen aufzuklären.

Der Sammler Zwi Sofer hatte Interesse an der Kunst Heinrich Tischlers. Im März 1972 eröffnete Sofer in der Galerie Clasing in Münster eine Ausstellung mit Werken des Künstlers und gab in diesem Kontext eine Einführung in dessen Leben und Werk. Dies geht aus einem Anschreiben an die Allgemeine jüdische Wochenzeitung vom 7. März 1972 hervor, die sich im schriftlichen Nachlass Sofers befindet.

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