Blatt 2: Wir werden ins Ghetto geschickt. Aus der Serie/Mappe: 16 Holzschnitte
Miklós Adler geb. Hajdúsámson 25.10.1909 gest. Tel Aviv 20.10.1965
2019/218/2
Holzschnitt
Debrecen 1945
21,2 x 20,4 cm
Plattenmaß: 16 x 14 cm
u. l.: 2
o. im Druck: "Ghetto"
- Ghetto;
- Soldat;
- Mann;
- Frau;
- Kind;
- Deportation;
- Straßenszene;
- Debrecen
Holzschnitt im Hochformat.
Eine dichtgedrängte Menschenmenge bewegt sich in Richtung des Bildvordergrundes durch ein geöffnetes Brettertor, neben dem ein Soldat steht. Auf dem Tor ist ein Schild mit der Aufschrift "Ghetto" angebracht. Die Personen sind schwer bepackt mit Säcken auf ihren Rücken. Im Vordergrund ziehen und schieben mehrere Männer einen Karren. Während das Tor grell beleuchtet ist, ist die Menschenmenge dunkel gehalten. Im Hintergrund ist, wiederum hell, eine Hausfassade zu sehen, vor der ein Auto vorbeifährt.
Durch die starken Hell-Dunkel-Kontraste verschmilzt die Menge der ins Ghetto getriebenen Juden zu einer anonymen Masse; viele haben ihre Köpfe gesenkt, so dass die Gesichter kaum zu erkennen sind. Auch das einzige Gebäude, das, am rechten Bildrand, das Innere des Ghettos markiert, ist verschattet.
Adler schildert hier die Verbringung der Debrecener Juden ins Ghetto im Mai 1944, von der er selbst betroffen war. Durch den Verzicht auf erkennbare lokale Merkmale wird die Darstellung gleichzeitig zum Symbolbild für dieses Stadium der Ausgrenzung und Entwurzelung.
Eine dichtgedrängte Menschenmenge bewegt sich in Richtung des Bildvordergrundes durch ein geöffnetes Brettertor, neben dem ein Soldat steht. Auf dem Tor ist ein Schild mit der Aufschrift "Ghetto" angebracht. Die Personen sind schwer bepackt mit Säcken auf ihren Rücken. Im Vordergrund ziehen und schieben mehrere Männer einen Karren. Während das Tor grell beleuchtet ist, ist die Menschenmenge dunkel gehalten. Im Hintergrund ist, wiederum hell, eine Hausfassade zu sehen, vor der ein Auto vorbeifährt.
Durch die starken Hell-Dunkel-Kontraste verschmilzt die Menge der ins Ghetto getriebenen Juden zu einer anonymen Masse; viele haben ihre Köpfe gesenkt, so dass die Gesichter kaum zu erkennen sind. Auch das einzige Gebäude, das, am rechten Bildrand, das Innere des Ghettos markiert, ist verschattet.
Adler schildert hier die Verbringung der Debrecener Juden ins Ghetto im Mai 1944, von der er selbst betroffen war. Durch den Verzicht auf erkennbare lokale Merkmale wird die Darstellung gleichzeitig zum Symbolbild für dieses Stadium der Ausgrenzung und Entwurzelung.
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