Blatt 7: Selektion Aus der Serie/Mappe: 16 Holzschnitte
Miklós Adler geb. Hajdúsámson 25.10.1909 gest. Tel Aviv 20.10.1965
2019/218/7
Holzschnitt
Debrecen 1945
21,2 x 20,4 cm
Plattenmaß: 16 x 14 cm
u. l.: 7
Holzschnitt im Hochformat.
Auf einer großen ebenen Fläche gehen zwei große Menschenmengen auf den Bildhintergrund zu. Die Gruppe am linken Bildrand geht in Richtung von barackenartigen Gebäuden. Die Gruppe am rechten Bildrand, in der Frauen, Kinder und alte Menschen auszumachen sind, steuert eine Reihe von hohen Kaminen an. Dazwischen bildet sich ein Korridor in dem zwei Wachmänner stehen und die Gruppen auseinanderhalten. Sie halten lange Gewehre vor sich aufgestützt. Im Vordergrund steht ein uniformierter SS-Mann, der eine Frau nach links zur Kolonne der Arbeitsfähigen weist. Ein Kind, das offensichtlich der anderen Kolonne zugewiesen wurde, versucht zu der Frau zu gelangen und wird von dem Uniformierten zurückgehalten.
Dargestellt ist vermutlich die Selektion der am 29. Juni 1944 in Auschwitz angekommenen deportierten Juden aus Debrecen. Links sind die als "arbeitsfähig" eingestuften Personen auf dem Weg ins Lager; die rechte Gruppe wird zu den Krematorien geschickt. Während die beiden Menschenkolonnen im Bildmittelgrund zu anonymen Massen verschmelzen, verdeutlicht die dramatische Trennungsszene im Bildvordergrund, die perspektivisch direkt an den Betrachter gerückt ist, die individuelle Dimension des Leides.
Auf einer großen ebenen Fläche gehen zwei große Menschenmengen auf den Bildhintergrund zu. Die Gruppe am linken Bildrand geht in Richtung von barackenartigen Gebäuden. Die Gruppe am rechten Bildrand, in der Frauen, Kinder und alte Menschen auszumachen sind, steuert eine Reihe von hohen Kaminen an. Dazwischen bildet sich ein Korridor in dem zwei Wachmänner stehen und die Gruppen auseinanderhalten. Sie halten lange Gewehre vor sich aufgestützt. Im Vordergrund steht ein uniformierter SS-Mann, der eine Frau nach links zur Kolonne der Arbeitsfähigen weist. Ein Kind, das offensichtlich der anderen Kolonne zugewiesen wurde, versucht zu der Frau zu gelangen und wird von dem Uniformierten zurückgehalten.
Dargestellt ist vermutlich die Selektion der am 29. Juni 1944 in Auschwitz angekommenen deportierten Juden aus Debrecen. Links sind die als "arbeitsfähig" eingestuften Personen auf dem Weg ins Lager; die rechte Gruppe wird zu den Krematorien geschickt. Während die beiden Menschenkolonnen im Bildmittelgrund zu anonymen Massen verschmelzen, verdeutlicht die dramatische Trennungsszene im Bildvordergrund, die perspektivisch direkt an den Betrachter gerückt ist, die individuelle Dimension des Leides.
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