Sammeldatensatz: Tasse mit Unterschale, mit Porträt Isaac Daniel Itzig (1750-1806) und Darstellung des Schöneberger Freigutes
KGK 85/14/0
Porzellan
Berlin: Königliche Porzellan-Manufaktur ca. 1795
Sondermaße: 3 cm
7,8 × 13,9 cm (Tasse: H: 6,8 B: 6,8 cm T:9,3 cm (mit Henkel)
Unterschale:H: 3,)
Auf der Tasse über dem Porträt: "I.D. Itzig Königl. Ober=Baurath"
Heft "7x heimisch", Artikel zur Tasse von Inka Bertz, in: Jüdisches Museum Berlin (Hg.): gesammelt gefaltet gezählt, Nicolai Verlag 2009.
Stiftung Jüdisches Museum Berlin (Hg.): Geschichten einer Ausstellung. Zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte, Kat. Jüdisches Museum Berlin, Berlin: Proprietas-Verlag, 2. Auflage, 2002; Abb. S. 70f
Inka Bertz: „Sammlungsstück / Collection Object: Die ‘Itzig-Tasse’ / The ‘Itzig Cup’”, Newsletter des Jüdischen Museums Berlin, No. 3, 2001, pp. 15.
Berliner Geschichtswerkstatt e.V. (Hg.): Juden in Kreuzberg. Fundstücke,Fragmente,Erinnerungen; Kat. zur gleichnamigen Ausstellung vom 18.10. - 29.12. 1991 im Kreuzberg-Museum, Verlag Edition Hentrich, Berlin 1991, hier Seite 131.
Vera Bendt: Judaica Katalog (Berlin Museum, Abteilung Jüdisches Museum), Berlin 1989, Abb. Kat.15, S. 56, Text S. 59-61.
Ankauf durch die Gesellschaft für ein Jüdisches Museum in Berlin e.V.
Tasse mit Unterschale, mit Porträt Isaac Daniel Itzig (1750-1806) und Darstellung des Schöneberger Freigutes, das von 1786 bis 1796 in seinem Besitz war. Das nach einer Radierung (sign. Anton Graff/D. Berger, dat. 1789) gemalte Bildnis-Medaillon zeigt den Königlichen Ober- Baurat I. D. Itzig, den ältesten Sohn des Münzpächters Daniel Itzig (1723-1799).
Isaac Daniel Itzig machte sich um das Verkehrssystem der aufstrebenden Stadt Berlin verdient. Als erster Jude erhielt er dafür den Titel '"Königlicher Oberbaurat". Isaak Daniel Itzig war wie sein Vater Bankier und einer der angesehensten Männer Berlins. Durch seine Mitwirkung beim Bau der Verbindungsstraße zwischen Berlin und Potsdam (über Schöneberg, Steglitz und Zehlendorf) erhielt er den Titel eines 'Königlichen Oberbaurates' und war damit der erste preußische Jude, der - ohne zuvor Christ zu werden - einen solchen Titel erhielt. Aus der Nennung des Titels über seinem Porträt spricht der Stolz, ihn als Jude tragen zu können.
Isaac Daniel Itzig machte sich um das Verkehrssystem der aufstrebenden Stadt Berlin verdient. Als erster Jude erhielt er dafür den Titel '"Königlicher Oberbaurat". Isaak Daniel Itzig war wie sein Vater Bankier und einer der angesehensten Männer Berlins. Durch seine Mitwirkung beim Bau der Verbindungsstraße zwischen Berlin und Potsdam (über Schöneberg, Steglitz und Zehlendorf) erhielt er den Titel eines 'Königlichen Oberbaurates' und war damit der erste preußische Jude, der - ohne zuvor Christ zu werden - einen solchen Titel erhielt. Aus der Nennung des Titels über seinem Porträt spricht der Stolz, ihn als Jude tragen zu können.
Wissen Sie mehr zu diesem Objekt?
Haben Sie vielleicht einen Fehler gefunden?
Schreiben Sie uns: