Taufgeschirr der Familie Franz v. Mendelssohn (Schale und Kanne)
KGM 84/1/0
Silber, gegossen, gezogen, montiert, graviert, Kanne innen vergoldet
Berlin ca. 1889 - 1890
36,5 × 18,5 × 13 cm (Taufkanne (Breite = Tülle bis Griff))
Sondermaße (Schale (Höhe = höchste Stelle)): 14,5 × 31,5 cm
"Sy & Wagner Berlin", Halbmond, Reichskrone und 800.
s. verknüpftes Dokument
Stefan Kopp / Joachim Werz, "Zeichen und Symbol überirdischer Wirklichkeiten" Liturgische Orte und ihre künstlerische Gestaltung, Schnell und Steiner, S. 62
Akademie der Künste (Hg.): Berlin um 1900. Ausstellung der Berlinischen Galerie in Verbindung mit der Akademie der Künste zu den Berliner Festwochen 1984, Ausst.Kat., Berlin 1984, S. 88.
Ankauf aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
- (Francesco) Franz Otto Michele Hermann von Mendelssohn;
- Angelica Hertha Clara Geraldine von Mendelssohn;
- Angelica Marie von Mendelssohn;
- Detlef Nikolaus Witt;
- Eleonora Marie Gabriele Josepha von Mendelssohn;
- Eleonore Elisabeth von Haimberger;
- Emma Enole Clara Josepha Witt;
- Enole Anais Alexandrine von Haimberger;
- Enole Veronika Witt;
- Franz Pierre von Mendelssohn;
- Franz Robert von Haimberger;
- Franz Theodor Arthur Salomonsohn;
- Franziska Clara Enole Kempner;
- Fritz Franz Maximilian Kempner;
- Hildegard Therese von Haimberger;
- Johann Franz von Haimberger;
- Johanna Enole Alma Salomonsohn (Solmssen);
- Lilli Maria Ursula Bohnke;
- Lilli Marianne Therese Bohnke;
- Margarete Elisa Ethel Witt;
- Margarete Elisabeth Marie Kempner;
- Marie Clara von Mendelssohn;
- Marie Friederike (Mimi) von Haimberger;
- Martha Marie Franziska Kempner;
- Maximilian Theodor Richard Walter Kempner;
- Peter Nikolaus Witt;
- Robert Alexander Bohnke;
- Robert Franz Carl von Mendelssohn;
- Walter Franz Ferdinand Bohnke;
- von Mendelssohn
Die Taufkanne steht auf einem runden, getreppten Fuß, der umlaufend mit Palmettendekor verziert ist. Nach einem kurzen Schaft folgt der im unteren Drittel bauchig ausgestellte Körper der Kanne, der nach oben hin schmaler wird. Die Wandung der Kanne ist im unteren Drittel mit leicht erhabenen, floralen Ornamenten verziert, wobei zwei ovale Kartuschen ausgespart sind, die jeweils mit einem gravierten Monogramm versehen sind. Seitlich an der Kanne ist ein rund gebogener Griff befestigt, dessen Enden in Voluten nach innen gedreht sind. Gegenüber des Griffansatzes befindet sich eine Tülle, die von unten durch die Darstellung eines Engelkopfes mit Flügeln gestützt wird. Die obere Öffnung der Kanne ist durch einen runden Deckel verschlossen, der die Form einer abgeflachten Kuppel hat und mit Blattwerk verziert ist. Aus der Oberseite des Deckels ragt ein Kreuz, dessen äußere Enden mit dünnem Silberdraht verbunden sind.
Die Taufschale steht auf einem runden, getreppten Fuß, an den sich nach einem schmalen, umlaufend mit einem Palmettendekor dekorierten Zwischenstück die Kuppa anschließt. Die halbkugelförmig gestaltete Kuppa ist an ihrem oberen Rand mit vier Engelsköpfen, die beidseitig mit Flügeln versehen sind, besetzt. Unterhalb jedes Engelskopfes befindet sich eine kreisrunde Kartusche mit der Darstellung eines Kreuzes. Die Engelsköpfe sind so angeordnet, dass sich je zwei von ihnen gegenüberstehen. Zwischen jeweils zwei Engelsköpfen befindet sich eine Girlande aus Blumen und Früchten, die detailgenau aus Silber geformt wurden. Der obere Rand der Schale ist umlaufend mit einem Banddekor versehen.
Das Taufgeschirr stammt aus dem Besitz der Familie Franz von Mendelssohns (1865-1935) und trägt eingraviert die Namen seiner Kinder und Enkelkinder. Franz von Mendelssohn war ein Ur-Urenkel Moses Mendelssohns aus der Linie von dessen Sohn Joseph (1770-1848). Josephs Sohn Alexander (1798-1871) gehörte als einer der wenigen Nachkommen Moses Mendelssohns noch dem Judentum an. Die nachfolgende Generation von Alexanders Sohn Franz Mendelssohn (1829-1889) trat zum Christentum über.
Vater und Sohn Franz führten, wie schon ihre Vorfahren, das Bankhaus Mendelssohn & Co. Die Familie wurde 1888 von Kaiser Friedrich III. nobilitiert. Neben seiner geschäftlichen Tätigkeit war Franz, wie auch viele andere Angehörige der Familie Mendelssohn, als Mäzen stark in das kulturell-künstlerische Geschehen Berlins eingebunden.
Die Berliner Firma "Sy & Wagner", die das Taufgeschirr um 1890 anfertigte, war eines der renommiertesten Traditionshäuser Berlins für Edelmetallwaren.
Die Taufschale steht auf einem runden, getreppten Fuß, an den sich nach einem schmalen, umlaufend mit einem Palmettendekor dekorierten Zwischenstück die Kuppa anschließt. Die halbkugelförmig gestaltete Kuppa ist an ihrem oberen Rand mit vier Engelsköpfen, die beidseitig mit Flügeln versehen sind, besetzt. Unterhalb jedes Engelskopfes befindet sich eine kreisrunde Kartusche mit der Darstellung eines Kreuzes. Die Engelsköpfe sind so angeordnet, dass sich je zwei von ihnen gegenüberstehen. Zwischen jeweils zwei Engelsköpfen befindet sich eine Girlande aus Blumen und Früchten, die detailgenau aus Silber geformt wurden. Der obere Rand der Schale ist umlaufend mit einem Banddekor versehen.
Das Taufgeschirr stammt aus dem Besitz der Familie Franz von Mendelssohns (1865-1935) und trägt eingraviert die Namen seiner Kinder und Enkelkinder. Franz von Mendelssohn war ein Ur-Urenkel Moses Mendelssohns aus der Linie von dessen Sohn Joseph (1770-1848). Josephs Sohn Alexander (1798-1871) gehörte als einer der wenigen Nachkommen Moses Mendelssohns noch dem Judentum an. Die nachfolgende Generation von Alexanders Sohn Franz Mendelssohn (1829-1889) trat zum Christentum über.
Vater und Sohn Franz führten, wie schon ihre Vorfahren, das Bankhaus Mendelssohn & Co. Die Familie wurde 1888 von Kaiser Friedrich III. nobilitiert. Neben seiner geschäftlichen Tätigkeit war Franz, wie auch viele andere Angehörige der Familie Mendelssohn, als Mäzen stark in das kulturell-künstlerische Geschehen Berlins eingebunden.
Die Berliner Firma "Sy & Wagner", die das Taufgeschirr um 1890 anfertigte, war eines der renommiertesten Traditionshäuser Berlins für Edelmetallwaren.
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