Werbeplakat für das Bekleidungsgeschäft S. Adam: Wintersport-Kleidung
R. Barnick GmbH, Louis Oppenheim geb. Coburg 1904 gest. Berlin 1936
2000/108/0
Farblithographie
Berlin: R. Barnick G.m.b.H 1910 - 1911
73,5 × 97 cm
M.r. im Druck: "LOUIS // OPPEN // HEIM
S. ADAM / BERLIN // Wintersport-Kleidung
Zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte. Geschichten einer Ausstellung. [Begleitbuch]. Hrsg. von der Stiftung Jüdisches Museum Berlin, 2001. [2. Auflage, 2002].
Mit einem Plakat des bekannten Werbegrafikers Louis Oppenheim (1879–1936) machte das Bekleidungsgeschäft S. Adam im Jahr 1908 Reklame für seine Produkte: Sportbegeisterte Frauen und Männer konnten sich in dem Geschäft in der Leipziger Straße 27-28 für Winterurlaube und, wie hier gezeigt, Rodeltouren ausrüsten.
1863 als Herrenausstattungsgeschäft von Saul David Adam in bester Lage im Zentrum Berlins gegründet, war das Unternehmen zu Anfang neben feiner Herren- und Knabenausstattung unter anderem auf Schlafröcke spezialisiert. Doch die Dynamisierung des großstädtischen Lebens ergriff nach der Jahrhundertwende auch dieses, nun von seinen Söhnen geführte Geschäft. In dem Maße, in dem das wohlhabende Bürgertum von der Sportbegeisterung erfasst wurde, baute S. Adam das entsprechende Warensegment aus und bot nun zusätzlich Reise-, Sport- und Tropenausrüstung an – auch für sportbegeisterte Frauen.
Der Regisseur Arnold Fanck (1889–1974), der später mit Filmen wie „Die weiße Hölle vom Piz Palü“ bekannt wurde, verwendete in den 1920er-Jahren Kostüme von S. Adam für seine ersten Bergfilme. Noch lange, nachdem das Bekleidungsgeschäft 1937 geschlossen worden war, trug der Kontakt mit der Filmbranche Früchte: Ken Adam, 1921 als Sohn eines der Adam-Brüder in Berlin geboren und 1934 mit seinen Eltern nach Großbritannien emigriert, erlangte als Szenenbildner der James-Bond-Filme Weltruhm.
(Iris Blochel-Dittrich)
1863 als Herrenausstattungsgeschäft von Saul David Adam in bester Lage im Zentrum Berlins gegründet, war das Unternehmen zu Anfang neben feiner Herren- und Knabenausstattung unter anderem auf Schlafröcke spezialisiert. Doch die Dynamisierung des großstädtischen Lebens ergriff nach der Jahrhundertwende auch dieses, nun von seinen Söhnen geführte Geschäft. In dem Maße, in dem das wohlhabende Bürgertum von der Sportbegeisterung erfasst wurde, baute S. Adam das entsprechende Warensegment aus und bot nun zusätzlich Reise-, Sport- und Tropenausrüstung an – auch für sportbegeisterte Frauen.
Der Regisseur Arnold Fanck (1889–1974), der später mit Filmen wie „Die weiße Hölle vom Piz Palü“ bekannt wurde, verwendete in den 1920er-Jahren Kostüme von S. Adam für seine ersten Bergfilme. Noch lange, nachdem das Bekleidungsgeschäft 1937 geschlossen worden war, trug der Kontakt mit der Filmbranche Früchte: Ken Adam, 1921 als Sohn eines der Adam-Brüder in Berlin geboren und 1934 mit seinen Eltern nach Großbritannien emigriert, erlangte als Szenenbildner der James-Bond-Filme Weltruhm.
(Iris Blochel-Dittrich)
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