SKU 70/6/0
Kunst
Bronze, Kunststein
1924
35,5 × 31,5 × 29 cm, 24,4 kg (Sockel: 16,4 x 16,0 x 15,0, Kopf ohne Sockel: 35,5 x 31,5 x 29,0)
sign. seitl. l.: "Isenstein"; dat. seitl. r.: "1925"
Isenstein, Hilde; Isenstein, Harald: Hilde og Harald Isenstein. 1920-1960, Kopenhagen 1960. Roters, Eberhard; Bolduan, Gisela-Ingeborg (Hg.): Aus Berlin emigriert. Werke Berliner Künstler, die nach 1933 Deutschland verlassen mussten, Kat. Berlinische Galerie, Berlin: Berlinische Galerie 1983, S. 60f. Berlin-Museum (Hg.): Leistung und Schicksal. 300 Jahre Jüdische Gemeinde zu Berlin. Dokumente, Gemälde, Druckgraphik, Handzeichnungen, Plastik, Kat. Berlin-Museum, Berlin: Berlin-Museum 1971, Nr. 134 BM. Steininger: Israelitisches Familienblatt Nr. 29 (29.12.1927), Hamburg: Buchdruckerei und Verlagsanstalt Max Leßmann 1929, Abb. der Büste. 29.12.1927 Abb. der Büste
Ankauf mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Die Bronzebüste ist ein 1924 nach dem Leben modelliertes Porträt Albert Einsteins. Der bekannte Physiker ist mit seiner typischen Frisur, den nach hinten gekämmten, vollen Haaren und Schnurrbart dargestellt. Die Augenlider liegen tief über den Augen, die Gesichtszüge sind rund und weich.
Schon 1927/28 schenkte der Künstler einen Gipsabguß der Büste an die Kunstsammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Dieser war zur Eröffnung des Jüdischen Museums 1933 in dessen Porträtgalerie ausgestellt und gilt heute als verschollen.
Anläßlich des 50. Geburtstages von Albert Einstein erwirbt 1929 der preußische Staat einen Bronzeguß, der im Einstein Turm in Potsdam aufgestellt wird. Weitere Exemplare befinden sich u.a. in Hannover (ehem. Provinzialmuseum, heute Sprengel-Museum), Baltimore, Rehovot (Weitzmann-Institut), Jerusalem (Hebräische Universität), Göttingen (Max Planck Gesellschaft), Berlin-Britz (Albert-Einstein-Schule), Aarhus (Carlsberg Stiftung).
Das vorliegende Exemplar wurde 1970 durch das Berlin Museum vom Künstler erworben, war lange Jahre im Foyer des jüdischen Gemeindehauses in der Fasanenstraße aufgestellt und seit 1995 in der Dauerausstellung der Stiftung Neue Synagoge Centrum Judaicum. 2001 wurde sie vom Stadtmuseum an das Jüdische Museum übereignet.
Zusammen mit den Büsten von Ernst Cassierer, Magnus Hirschfeld und zahlreichen weiteren Künstlern, Wissenschaftlern und Politikern begründet die Büste Albert Einsteins Kurt Harald Isensteins Ruf als hervorragender Porträtist.
IB, 12.7.23

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