Menora/Inventur
2001/131/0
Eisen, Blech, Messing, Video-Bildschirme, Video-Player
Prag 1989/2001
290 × 160 × 129 cm (gemessen am originalgroßen Modell, Maße mit Sockel und Antennen)
Die Arbeit ist eine 2001 zur Eröffnung des Jüdischen Museums Berlin angefertigte Wiederholung der ursprünglichen Fassung von 1989. Diese war das erste das erste Werk, das der Gründungsdirektor Heinrich Klotz für die Sammlung des Zentrums für Kunst und Medien in Karlsruhe erwarb. Kurz zuvor hatte die Skulptur ihre Premiere auf der Paradetreppe der Düsseldorfer Kunstakademie, wo Michael Bielicky bei Nam-June Paik studiert hatte und bis 1990 sein Assistent war.
In seiner Video-Skulptur führt Bielicky führt scheinbar gegensätzliche Elemente zusammen: die aus einfachen Stahlrohren gearbeitete archaische Form des siebenarmigen Leuchters, eines religiösen Symbols im Judentum, und die mithilfe von avancierter Technologie zum „Brennen“ gebrachten Lampen. Sieben kleine Röhrenfernseher zeigen synchron-flackernde Flammen. Die Bildübertragung erfolgt nicht über ein Kabel, sondern mittels Antennen an den Monitoren, die parallel ausgerichtet schräg nach oben zeigen. Die Sendevorrichtung bleibt unsichtbar, was die Frage aufwirft, welche überirdischen Kräfte die Flammen wohl zum Leuchten bringen mögen und eine, vielleicht ironische, Reflexion über Tradition und Technologie eröffnet.
(Inka Bertz)
In seiner Video-Skulptur führt Bielicky führt scheinbar gegensätzliche Elemente zusammen: die aus einfachen Stahlrohren gearbeitete archaische Form des siebenarmigen Leuchters, eines religiösen Symbols im Judentum, und die mithilfe von avancierter Technologie zum „Brennen“ gebrachten Lampen. Sieben kleine Röhrenfernseher zeigen synchron-flackernde Flammen. Die Bildübertragung erfolgt nicht über ein Kabel, sondern mittels Antennen an den Monitoren, die parallel ausgerichtet schräg nach oben zeigen. Die Sendevorrichtung bleibt unsichtbar, was die Frage aufwirft, welche überirdischen Kräfte die Flammen wohl zum Leuchten bringen mögen und eine, vielleicht ironische, Reflexion über Tradition und Technologie eröffnet.
(Inka Bertz)
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