Quittung der Silberwarenfabrik Lazarus Posen Wwe. über die Bezahlung von Silberbesteckteilen

Silberwarenfabrik Lazarus Posen Witwe

DOK 79_1_24
DOK 79/1/24
Archiv
Papier, Tinte
Berlin 25. Mai 1899
24,2 × 14,7 cm
Schenkung von Alice Gordon
Dieses Dokument ist eine am 25. März 1897 in Berlin, Unter den Linden 8, ausgefüllte, gedruckte Quittung der Firma Lazarus Posen Wwe. (Witwe). Es handelt sich um einen einseitig bedruckten Vordruck, der handschriftlich mit den Angaben der jeweiligen Transaktion ergänzt wurde. Das Dokument belegt die Bezahlung verschiedener Silberbesteckteile durch Herrn Marcus Hochstedter.

Der aufwendig gestaltete Briefkopf zeigt das Firmenlogo mit Zierschrift, Wappenelementen und Medaillenabbildungen in reichem Schwarz- und Graudruck. Der Schriftzug „Lazarus Posen Wwe.” ist in einer geschwungenen Banderole prominent hervorgehoben. Oben links ist die Adresse in Frankfurt am Main (Steinweg 12) angegeben, oben rechts die Bezeichnung „Silberwaaren-Fabrik” sowie der Titel „Hoflieferant”. Telefon- und Telegrammangaben rahmen den Kopf ein. Der handschriftlich ausgefüllte Rechnungsbereich listet folgende Posten auf:

12 Gabeln, Tischgröße (27 cm): 26,40 Mark
6 Esslöffel (36 cm): 30,50 Mark
Zwischensumme: 58,70 Mark
Abzug für altes Silber: 18,30 Mark
1 Buttermesser, klein
2 Vorgelegestücke (Alte 12): 30,50 Mark
Gesamtbetrag: 41,40 Mark

Am unteren Rand des Dokuments ist der Empfänger vermerkt: „Herrn Marcus Hochstedter, Hakenpfuhl 95“, sowie der Empfangsvermerk „Empfangen / Lazarus Posen W[itwe]“ mit Unterschrift.

Die Firma Lazarus Posen Witwe entwarf, produzierte und vertrieb seit Mitte des 19. Jahrhunderts Silberwaren und fungierte als offizieller Hoflieferant. Mit Niederlassungen in Frankfurt am Main (Steinweg 12) und Berlin (Unter den Linden 8) gehörte sie zu den renommiertesten jüdischen Silberschmiedebetrieben Deutschlands.

Wissen Sie mehr zu diesem Objekt?
Haben Sie vielleicht einen Fehler gefunden?

Schreiben Sie uns:

Nach oben springen