"Judenstern" aus dem Besitz der Familie Lehmann

Geitel & Co.

2000_265_5c
2000/265/5
Alltagskultur
Baumwolle, bedruckt, gefüttert
Berlin 1941 - 1945
10 × 8 cm
"Jude"
Zum historischen Kontext s. "Bitter Bonnets and Badges", in: Eric Silverman: A Cultural History of Jewish Dress , London, New York, 2013, S. 47-67 Martin Rüther, "Und wir werden in alle Winde verstreut" Ausgrenzung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung Kölns aus Perspektive der Betroffenen, Bundeszentrale für politische Bildung, 2024, S. 191, Abb. Nr. 21
Schenkung von Roselotte Winterfeldt, geb. Lehmann
Gelber Stoff mit aufgedrucktem Davidstern, darin das Wort "Jude"; die Ränder sind mit der Nähmaschine gesäumt, der Stern ist mit weißem Stoff gefüttert und vernäht.
Da der Stern stets sichtbar auf der Kleidung getragen werden musste und pro Person nur drei "Sterne" ausgegeben wurden, mussten diese häufig von einem zum anderen Kleidungsstück umgenäht werden. Die Stifterin, Roselotte Winterfeldt geb. Lehmann, berichtete, dass in ihrer Familie fast jeden Abend Sterne umgenäht wurden. Damit der dünne Stoff des Sterns nicht so schnell nachgab, fütterte Großmutter Jenny Lehmann die "Sterne" und fertigte später für die Frauen der Familie Bolerojäckchen mit "Stern" an, die über andere Kleidungsstücke gezogen werden konnten.

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