Lebensbericht von Paul Ernst und Helene Helft
Ernst Paul Helft geb. Hamburg 21.10.1891, Helene Helft geb. Wielichowo 08.02.1897
DOK 77/3/0
Durchschlagpapier
Berlin 26. Juni 1945
29,7 × 21 cm
Schenkung von Wolfgang Haney
rosafarbenes Durchschlagpapier, fünf Seiten einseitig maschinenschriftlich beschrieben; mit eigenhändiger Unterschrift von Paul Ernst Helft
Der Lebensbericht des Ehepaars Helft wurde am 26. Juni 45 in Berlin für die Hohe Interalliierte Kommission verfasst. Paul Ernst (Jahrgang 1891) und Helene (Jahrgang 1897) Helft erzählen in dem vorliegenden Bericht von ihren Erlebnissen als jüdisches Ehepaar während der NS-Zeit in Berlin. Als Inhaber einer Eisenwarenhandlung erlebte Paul Ernst die Diskriminierung gegen jüdische Unternehmer. Da ein Verkauf schwer möglich war bzw. einmal platzte, hielt er mit seiner Frau den Betrieb bis zu seiner Arisierung 1939. Auch für die Emigration fehlten das Geld und die Beziehungen. Danach machte er andere Ausbildungen, während Helene Helft in einer Uniformfabrik arbeiten musste. Sie mussten aufgrund der Evakuierungen von jüdischen Wohnungen mehrmals umziehen, bis sie dann 1943 auf der Flucht vor der Gestapo untertauchen mussten und bis 1945 in häufig wechselnden Quartieren um Berlin lebten. Diese Zeit beschreiben sie als körperlich und seelisch sehr anstrengend. Als sie zur Zeit der Befreiung versuchten, hinter alliierte Linien zu kommen, wurde dies durch Kommunikationsfehler verhindert und auch das Internationale Rote Kreuz konnte ihnen wenig helfen. Darum kehrten sie nach Berlin zurück.
Der Lebensbericht des Ehepaars Helft wurde am 26. Juni 45 in Berlin für die Hohe Interalliierte Kommission verfasst. Paul Ernst (Jahrgang 1891) und Helene (Jahrgang 1897) Helft erzählen in dem vorliegenden Bericht von ihren Erlebnissen als jüdisches Ehepaar während der NS-Zeit in Berlin. Als Inhaber einer Eisenwarenhandlung erlebte Paul Ernst die Diskriminierung gegen jüdische Unternehmer. Da ein Verkauf schwer möglich war bzw. einmal platzte, hielt er mit seiner Frau den Betrieb bis zu seiner Arisierung 1939. Auch für die Emigration fehlten das Geld und die Beziehungen. Danach machte er andere Ausbildungen, während Helene Helft in einer Uniformfabrik arbeiten musste. Sie mussten aufgrund der Evakuierungen von jüdischen Wohnungen mehrmals umziehen, bis sie dann 1943 auf der Flucht vor der Gestapo untertauchen mussten und bis 1945 in häufig wechselnden Quartieren um Berlin lebten. Diese Zeit beschreiben sie als körperlich und seelisch sehr anstrengend. Als sie zur Zeit der Befreiung versuchten, hinter alliierte Linien zu kommen, wurde dies durch Kommunikationsfehler verhindert und auch das Internationale Rote Kreuz konnte ihnen wenig helfen. Darum kehrten sie nach Berlin zurück.
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