Ansicht der Stadt Gleiwitz mit Synagoge

Schaar & Dathe

2001_73_25
2001/73/25
Archiv
Druckerzeugnis
Lithografie, koloriert, Tinte
Trier Datum des Poststempels 17. April 1906
9 × 14,1 cm
l. am Rand: 50892 Schaar & Dathe, Trier
(gedruckt:) Gleiwitz, Wilhelmplatz mit Post / (handschriftlich:) Es grüßt sie herzlich Michael Feidelinger.
Aufdruck auf der Rückseite: "Postkarte, adressiert an:"; handschriftlich: "Fräulein Nelli Wanisch (?) / in Wien, Fröbelgasse N. 8"; Text: "es grüßt sie herzlich Michael Feichlinger (?)"
Kubit, Bożena ; Nadolski, Przemysław ; Kos, Jerzy Krzysztof: Synagogi na Górnym Śląsku [Synagogen in Oberschlesien]. Gliwice : Muzeum w Gliwicach [Museum Gleiwitz], 2021; Maniecki, Jacek ; Wojcik, Marek: Vom Lieben, Leben und Sterben : die Geschichte der Gleiwitzer Juden. Gliwice : Muzeum w Gliwicach, 2022.
Postkarte mit Ansicht des Wilhelmplatzes in Gleiwitz, am Ende der Straße steht rechts die Synagoge, postalisch gelaufen am 17.04.1906.

Abbildung auf der Vorderseite: Gleiwitz Wilhelmsplatz mit Post. Blick in die gepflasterte Straße mit Straßenbahnschienen; einzelne Passanten. Hinten im Bild die Synagoge.




Die nach Plänen von Salomon Lubowski und Louis Troplowitz errichtete Große Synagoge in Gleiwitz gehörte zu den ersten repräsentativen jüdischen Sakralbauten Oberschlesiens, die von jüdischen Architekten selbst entworfen wurden. Die Neue Synagoge in Gleiwitz wurde in den Jahren 1859 bis 1861 erbaut und ersetzte das kleinere, erste Synagogengebäude der Gemeinde aus dem Jahr 1812. Sie stach durch ihre markante Westfassade mit zwei von Zwiebelkuppeln bekrönten Türmen hervor. In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde sie durch Brandstiftung völlig zerstört.

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