Handfeger aus der Blindenwerkstatt von Otto Weidt (1883-1947)
2001/375/0
Holz(Buchenholz), gedrechselt; Rosshaar; Nylon-Schnur
Berlin ca. 1940 - 1942
32 × 7 × 8 cm
Robert Kain: Otto Weidt : Anarchist und »Gerechter unter den Völkern«, Berlin 2017
Schenkung von Wolfgang Haney
Handfeger aus Holz mit stark abgenutzten schwarzen Borsten.
Otto Weidt leitete eine Besen- und Bürstenbinderei in Berlin. Die meisten Arbeiter waren blinde und taubstumme Juden. Der Betrieb galt als "kriegswichtig", da dort für die Wehrmacht produziert wurde. Hier wurde dieser Handfeger hergestellt.
Als die Deportationen aus Berlin begannen, verteidigte Weidt seine jüdischen Arbeiter als "kriegsrelevant". Er bestach Beamte der Gestapo, verschaffte Verfolgten gefälschte Papiere und unterstützte sie mit Lebensmitteln.
Auch die Mutter des Stifters arbeitete in der Blindenwerkstatt: sie hat die Geschichte des Handfegers überliefert.
Otto Weidt leitete eine Besen- und Bürstenbinderei in Berlin. Die meisten Arbeiter waren blinde und taubstumme Juden. Der Betrieb galt als "kriegswichtig", da dort für die Wehrmacht produziert wurde. Hier wurde dieser Handfeger hergestellt.
Als die Deportationen aus Berlin begannen, verteidigte Weidt seine jüdischen Arbeiter als "kriegsrelevant". Er bestach Beamte der Gestapo, verschaffte Verfolgten gefälschte Papiere und unterstützte sie mit Lebensmitteln.
Auch die Mutter des Stifters arbeitete in der Blindenwerkstatt: sie hat die Geschichte des Handfegers überliefert.
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