Sammlung Julius Jakobovits (1886-1947)
2001/389/0
Berlin, Königsberg, London ca. 1900 - 1938
Die Sammlung mit 413 Objekten umfasst zahlreiche Berufsdokumente des Rabbiners Dr. Julius Jakobovits, der zwischen 1928 und 1938 an der Synagoge Kottbusser Ufer (heute Fraenkelufer) in Berlin tätig war und 1938 mit seiner Familie nach London emigrierte. Jakobovits beschäftigte sich in seiner Funktion als Dajan (Richter) an einem Rabbinergericht besonders mit Ehescheidungen und der Problematik des Schächtens, zu dem zahlreiche Getim (Scheidungsbriefe) Auskunft geben. Das Konvolut beinhaltet Predigtfragmente zwischen 1915 und 1938 zu verschiedenen Anlässen sowie Geschäftsbriefe, die auf spezielle Fragen des jüdischen Ritus eingehen. Außerdem sind die zahlreichen Briefe von Immanuel Jakobovits, dem späteren Oberrabbiner Großbritanniens, an seinen Vater in Berlin zwischen 1935 und 1938 erhalten, während Immanuel in London studierte.
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