Sammeldatensatz: Samtkissen mit Sammlung von Militärmemorabilia aus dem Ersten Weltkrieg von Max Haller (1892-1960)
2004/61/4/001-006
Textil, Samt, Moiréeripsbänder, Eisen, Silber, Bronze, Messing, Emaille
Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Osmanisches Reich 1914 - 1918
14,5 × 19 × 1,2 cm (Maße des Kissens)
Heft "7x bezeichnet", Artikel zur Ordenssammlung von Manfred Wichmann, in: Jüdisches Museum Berlin (Hg.): gesammelt gefaltet gezählt, Nicolai Verlag 2009.
Liskor - Erinnern, Magazin der Hamburger Gesellschaft für jüdische Genealogie e.V. 5. Jahrgang Sept. 2020, S. 8
Schenkung von I. Dinah Haller
- Eisernes Kreuz II. Klasse am Band von Max Haller (1892-1960);
- Eisernes Kreuz I. Klasse von Max Haller (1892-1960) mit Originalverpackung;
- Miniaturnachbildung Eisernes Kreuz mit Ansteckband von Max Haller (1892-1960);
- Ordensband der Österreichischen Tapferkeitsmedaille aus dem Besitz von Max Haller (1892-1960);
- Anstecknopf der Britischen Handelsmarine aus dem Besitz von Max Haller (1892-1960);
- Sammlung Max Haller
Grünes, rechteckiges Samtkissen mit einer Sammlung von darauf befestigten Verdienstmemorabilia:
1. Eiserner Halbmond (osmanische Kriegsmedaille, auch genannt "Gallipoli Star"),
2. Ottomanische Liyakat-Medaille mit rot-grünem Ripsband,
3. Eisernes Kreuz I. Klasse,
4. + 5. Ansteckabzeichen der Deutschen Kaiserlichen Kriegsmarine U-Boot-Flotte (normal und Miniatur),
6. Ordensspange mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und der österreichischen Ehren-Denkmünze für Tapferkeit, an schwarz-weißen und rot-weißen Ripsbändern.
Max Haller, Sohn eines Synagogenkantors, stammte aus Schlesien, nach einer Lehre als Maschinist fuhr er seit 1911 zur See. Zu Beginn des Krieges diente er auf der Panzerfregatte S.M.S. Preußen, 1916 ließ er sich auf das U-Boot U.C.22 versetzen. Haller war im Mittelmeer stationiert, wo die deutschen U-Boote das verbündete Osmanische Reich unterstützten. Daher sind unter seinen vielen Orden auch welche in türkischer Sprache, die damals noch mit arabischen Buchstaben geschrieben wurde. Zusammen mit anderen Ordensträgern wurde Haller im Israelitischen Familienblatt als "Jüdischer Ritter des Eisernen Kreuzes" geehrt.
Nach seiner Emigration 1933 von Berlin nach Palästina diente er in der britischen und später in der israelischen Marine. 1958 kehrte er mit seiner Frau nach Berlin zurück.
1. Eiserner Halbmond (osmanische Kriegsmedaille, auch genannt "Gallipoli Star"),
2. Ottomanische Liyakat-Medaille mit rot-grünem Ripsband,
3. Eisernes Kreuz I. Klasse,
4. + 5. Ansteckabzeichen der Deutschen Kaiserlichen Kriegsmarine U-Boot-Flotte (normal und Miniatur),
6. Ordensspange mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und der österreichischen Ehren-Denkmünze für Tapferkeit, an schwarz-weißen und rot-weißen Ripsbändern.
Max Haller, Sohn eines Synagogenkantors, stammte aus Schlesien, nach einer Lehre als Maschinist fuhr er seit 1911 zur See. Zu Beginn des Krieges diente er auf der Panzerfregatte S.M.S. Preußen, 1916 ließ er sich auf das U-Boot U.C.22 versetzen. Haller war im Mittelmeer stationiert, wo die deutschen U-Boote das verbündete Osmanische Reich unterstützten. Daher sind unter seinen vielen Orden auch welche in türkischer Sprache, die damals noch mit arabischen Buchstaben geschrieben wurde. Zusammen mit anderen Ordensträgern wurde Haller im Israelitischen Familienblatt als "Jüdischer Ritter des Eisernen Kreuzes" geehrt.
Nach seiner Emigration 1933 von Berlin nach Palästina diente er in der britischen und später in der israelischen Marine. 1958 kehrte er mit seiner Frau nach Berlin zurück.
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