Festordnung für die Feier der Einweihung der Neuen Synagoge zu Potsdam

Hof-Lithographie und Buchdruckerei

Dok_77_1_0
DOK 77/1/0
Archiv
Druckerzeugnis
Papier
Potsdam 17. Juni 1903
21 × 15 cm Sondermaße (aufgeschlagen): 21 × 30 cm
Judith Granzow, Peter Rogge, Unterwegs in Potsdam - Fotografien aus dem Atelier Eichgrün zwischen 1890 und 1952, Förderverein des Potsdam-Museums e.V. 2021, Abb.-Nr. 170
Schenkung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin
gedruckt, 4 Seiten, mehrfarbig, Fotografie der Synagoge auf der zweiten Seite, Klammerheftung.

Enthält die Festordnung zur Einweihung der Neuen Synagoge in Potsdam. Sie wurde nach Plänen von Julius Otto Kerwien (1860-1907) errichtet. Nach dreijähriger Bauzeit wurde die Synagoge am 17. Juni 1903 eingeweiht.
1898 entschloss sich die Jüdische Gemeinde Potsdam, einen Neubau an Stelle der Vorgängerbauten zu erstellen. Der erste Entwurf für einen Neubau sah einen Sakralbau in romanischem Baustil vor, der jedoch von Kaiser Wilhelm II abgelehnt worden war. So entstand der Neubau im Stil des Neobarock mit einer Fassade aus rotem Buntsandstein. 154 Männerplätze, 162 Frauenplätze und 6 Amtssitze zählte die Synagoge. 1925 zählte die Gemeinde 600 Mitglieder. 1938 wurde die Synagoge geplündert, jedoch nicht abgebrannt, weil sich nebenan ein Postgebäude befand. Die Post übernahm dann auch das intakte Gebäude und nutzte es bis zu seiner Zerstörung durch Bomben 1945. Die Ruine wurde abgebrochen.

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