Alex Friedländer
Kolmar (Posen) 28.01.1879
Memphis 02.12.1955
- Sammeldatensatz: Sammlung Alex Friedländer;
- Kaffeemütze aus dem Berliner Haushalt von Alex und Sali Friedländer;
- Likörbecher aus einem Berliner Ruderverein;
- Plakette des Ruderclubs Undine aus dem Besitz von Alex Friedländer;
- Bürste von Alex Friedländer;
- Fuller Powder Brush mit Originalverpackung von Alex Friedländer;
- Sammeldatensatz: Acht Produkte der Bürstenfirma Fuller Brush von Alex Friedländer;
- Bürste von Alex Friedländer;
- Haarbürste von Alex Friedländer;
- Bürste von Alex Friedländer;
- Bügeltuch in Originalverpackung von Alex Friedländer;
- Handspiegel von Alex Friedländer;
- Mopp mit dazugehöriger Anleitung von Alex Friedländer;
- Lagerung: Fuller Powder Brush;
- Anleitung zum Mopp;
- Mopp;
- Originalverpackung Bügeltuch;
- Bügeltuch;
- Lagerung: Originalverpackung Fuller Powder Brush von Alex Friedländer
Der Textilkaufmann Alex Friedländer war der Sohn von Albert Friedländer (1844-1897) und Sophie (Sophia) Lehwess (1855-1883). Er zog von Kolmar nach Berlin, wo er am 14. Dez 1920 Sali Hoschander (geb. 29.01.1879 in Teschen) heiratete. Das Paar hatte drei Kinder: Dorrit Fanny (geb. 06.11.1923) und die Zwillinge Karl Heinz (Charles Henry) und Albert (geb. 10.05.1927). Die Familie wohnte in der Nähe des Nollendorfplatzes in der Motzstraße 33 und verbrachte die Wochenenden in Grünau im Clubhaus des Ruderclubs Undine. Alex war ein leidenschaftlicher Ruderer und der Berliner Rudergesellschaft „Undine“ wurde schon 1907 von ihn zusammen mit vier Freunden in der Grünauer Regattastraße 191 gegründet. Im November 1938 tauchte die Familie bei Freunden unter. Die Familie erfuhr, dass Kuba noch Visa für Deutsche Juden ausstellte und kaufte in aller Eile Dampfschifftickets nach Havanna. Am 28. Dezember 1938 schiffte sich die Familie zu ihrer dreiwöchigen Seereise nach Kuba ein. Die Friedlanders wollten immer noch in die Vereinigten Staaten einwandern, aber ihre amerikanische Quote sollte erst 1943 erreicht werden. Eine besondere Kinderquote ermöglichte es den drei Kindern, vor ihren Eltern in die USA zu reisen und sie kamen bei unterschiedlichen jüdischen Familien in Mississippi unter. Alex konnte nur später in die USA einreisen. Die Erfahrung, seine deutsche Heimat zu verlassen, für die er im Ersten Weltkrieg gekämpft hatte, zerbrach ihn. Er sprach nur wenig Englisch und arbeitete eine Zeit lang als Hausierer für Fuller-Bürsten, während seine Frau Sali andere Wege suchte und fand, die Familie zu unterstützen. Er starb 1955 im Alter von 74 Jahren in einem B'nai B'rith Altersheim in Memphis, Tennessee.
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