Naaman Ltd.

Im Jahr 1938 wurde in der Bucht von Haifa (Emek Zebulun) auf einem Grundstück des Jüdischen Nationalfonds eine Ziegelfabrik errichtet. Das Unternehmen trug bei seiner Gründung den Namen „Naaman Ltd. Clay Brick Works”. Im Jahr 1941 beschäftigte die Fabrik mehr als 70 Arbeiter und hatte eine Jahreskapazität von sechs Millionen Ziegeln. Die Anlage galt als die größte ihrer Art im Nahen Osten. Ton und Sand als Rohmaterialien wurden in unmittelbarer Nähe der Fabrik gewonnen und über eine zwei Kilometer lange Seilbahn zur Mischanlage transportiert. Die meisten Arbeiter stammten aus benachbarten Siedlungen und gehörten dem Kibbuz Arzi der Haschomer-Hazair-Bewegung an. Zu dieser Zeit plante das Unternehmen, seine Tätigkeit auf die Herstellung hitzebeständiger Schamottsteine sowie auf die Produktion von Keramikartikeln, insbesondere für den Haushalt, auszuweiten. Spätestens 1945 war diese Erweiterung umgesetzt und bei „Naaman" wurden erstmals Keramikprodukte angeboten. 1952 produzierte das Werk bereits rund eine Million Teller jährlich. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich „Naaman” zum einzigen Hersteller von Porzellan-Ess- und Gebrauchsgeschirr in Israel. Das Unternehmen belieferte zeitweise auch den Amtssitz des Staatspräsidenten mit offiziellen, mit dem Staatswappen versehenen Geschirrsets. Ab den 1990er Jahren wurde die eigene Herstellung angesichts wachsender Importkonkurrenz schrittweise eingestellt. Das Unternehmen besteht bis heute fort, allerdings nicht mehr als Produktionsbetrieb, sondern unter dem Namen „Vardinon Naaman“ als Israels größtes Unternehmen für den Import und Vertrieb von Haushalts-, Küchen- und Geschenkartikeln.
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