Edith Samuel
Essen 1907
Rischon-le-Zion 1964
- Drei Stoffpuppen von Edith Samuel (1907-1964);
- Stoffpuppen von Edith Samuel (1907-1964);
- Stoffpuppe von Edith Samuel (1907-1964);
- Stoffpuppe von Edith Samuel (1907-1964);
- Stoffpuppe von Edith Samuel (1907-1964);
- Stoffpuppen von Edith Samuel (1907-1964);
- Stoffpuppen von Edith Samuel (1907-1964);
- Stoffpuppen von Edith Samuel (1907-1964);
- Stoffpuppen von Edith Samuel (1907-1964);
- Stoffpuppe von Edith Samuel (1907-1964);
- Stoffpuppen von Edith Samuel (1907-1964);
- Einladung zu einer Ausstellung des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde
Die Essener Bildhauerin, Grafikerin, Zeichnerin und Puppenkünstlerin Edith Samuel wurde als Tochter des Reformrabbiners Dr. Salomon Samuel (1867–1942) und seiner Frau Anna Samuel, geb. Friedlaender (1874–1942), geboren. Nach dem Besuch der Mädchenschule studierte sie von 1925 bis 1927 an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Essen. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf fort, wo sie ihr Studium 1930 als Meisterschülerin erfolgreich abschloss. Im Jahr 1931 legte sie am Städtischen Werklehrerseminar in Gelsenkirchen die Werklehrerprüfung ab und erwarb damit die Lehrbefähigung für Werkunterricht an Volks-, Mittel- und höheren Schulen. Neben ihrer pädagogischen Tätigkeit engagierte sie sich im jüdischen Kinderhort der Gemeinde Essen. Schon früh verband sie ihre künstlerische Arbeit mit der Welt des Kindes und machte sich insbesondere als Puppengestalterin einen Namen. Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde Edith Samuel 1933 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft aus dem staatlichen Schuldienst entlassen. In den folgenden Jahren unterrichtete sie weiterhin in jüdischen Bildungseinrichtungen. 1934 war sie auf der Chanukka-Ausstellung des Jüdischen Kulturbundes in Berlin vertreten, wo sie unter anderem ihre Portraitpuppen präsentierte. Im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens stand die Puppe. Dabei handelte es sich nicht um Spielzeugpuppen im herkömmlichen Sinn, sondern um individuell gestaltete Figuren von hohem künstlerischem und dokumentarischem Wert. Ihre Arbeiten spiegeln gesellschaftliche, kulturelle und politische Entwicklungen ihrer Zeit wider. Während ihre Werke bis 1939 vor allem von Kindern und ihrem Lebensumfeld im Deutschland der Weimarer Republik und der frühen NS-Zeit geprägt waren, wandte sie sich nach ihrer Emigration neuen Themen und Motiven zu. Im August 1939 emigrierte Edith Samuel in das britische Mandatsgebiet Palästina. Sie ließ sich in Rischon le-Zion nieder, wo bereits ihre Schwester Eva (Chava) Samuel (1904–1989), eine bedeutende Keramikkünstlerin, lebte und arbeitete. Dort setzte Edith Samuel ihre künstlerische Tätigkeit fort und schuf zahlreiche Figuren und Puppen, die das vielfältige Leben der Menschen im damaligen Palästina dokumentieren. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1964 blieb Rischon le-Zion ihr Lebensmittelpunkt und Wirkungsort.
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