Guterman

(Faijwel) Paul Guterman, geboren am 15.03.1893, Schneidermeister, führte eine Maßschneiderei und Reinigung in der Lützowstrasse 11 in Berlin W35 mit fünf Gesellen.Ehefrau: Emilia Guterman geb. Tomalsky, geboren am 11.08.1896 in Stanowitz/BreslauKinder: Regina (Rifka) Tippmer geb. Guterman, geboren am 09.07.1924 in Berlin, verstorben 13.10.2003 in BerlinSie arbeitete vor dem Krieg im Jüdischen Kinderheim, wo sie die Deportation der Kinder miterlebte und war von 1959 bis 1962 Heimleiterin im Altenheim der Jüdischen Gemeinde in Niederschönhausen- 1939 [oder Okt. 1938?] wurde Faiwel Paul Guterman nach Warschau deportiert. Kurz vor Ende des Krieges wurde Faiwel Paul Guterman in Auschwitz ermordet. Ehefrau Emilia Guterman und Tochter Regina hatten die Erlaubnis, weiterhin in Berlin zu bleiben. Roman Guterman, der Bruder von Faiwel Paul Guterman, der 1938 in Cuba lebte, hatte Faiwel Paul Guterman Geld geschickt, damit er die nötigen Papiere für eine Ausreise beschaffen könne. Das Geld wurde eingezogen, die Auswandererpapiere jedoch nie ausgestellt. Emilia Guterman versuchte, die Maßschneiderei mit den Gesellen weiter zu führen, bis sie mit ihrer Tochter Regina untertauchen mußte. Einer der Gesellen (Lüdig) nahm zwei Singer-Nähmaschinen (im JMB) aus der Schneiderei mit zu sich nach Hause, um sie für Faiwel Paul Guterman und seine Familie aufzubewahren. Dank ihm und seiner Frau war es Emilia und ihrer Tochter möglich, getrennt im Versteck zu überleben und die Nähmaschinen sind erhalten geblieben. Nach Kriegsende, als Mutter und Tochter sich wiedergefunden hatten, erhielten sie die Nähmaschinen von dem Gesellen Lüdig zurück.
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