Porträt Louis Lewandowski (1821-1894)

A.G.R.

GEM 85/9/0
Kunst
Gemälde
Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen
1850
Höhe: 19.5 cm Breite: 18.1 cm Tiefe: 0.2 cm
u.l.: "AGR 1850"
Auf der Rückpappe (alt): Tinte: "Louis Lewandowski / geb. in Wreschen 3.4.1821 / gest. in Berlin 3.2.1894 ( Professor an der Musikhochschule Berlin" Bleistift: " Louis Lewandowsky Kgl. Musik[...]" Auf Museumskarton (neu): Bleistift: "1880" Auf Kapaplatte (neu): "Stadtmuseum Belrin Unbekannter Künstler / Bildnis Louis Lewandowsky 1850 [folgende Zahl durchgestrichen:] 1868 Öl auf Lwd. / 19,5 x 17,8 Inv. Nr 85/9
Bendt, Vera: Judaica-Katalog, Kat. Berlin-Museum / Abteilung Jüdisches Museum, Berlin: Jüdisches Museum 1989, Nr. 5 (Abb. S. 37). [fälschlich unter GEM 85/10] Nachama, Andreas; Sievernich, Gereon (Hgg.): Jüdische Lebenswelten, Kat. Berliner Festspiele, Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag 1992, S. 47 (Nr. 120).
Ankauf durch Spende der Leo-Baeck-Traditionsloge an die Ges. für ein Jüd. Museum in Berlin
Als Junge von zwölf Jahren kam Louis Lewandowski allein aus der Provinz Posen nach Berlin. In der Synagoge in der Heidereutergasse fand er sofort eine Anstellung. Er wurde Singerl. So nannte man Knaben, die mit hoher Stimme sangen und zusammen mit einer Bass-Stimme den Gesang des Kantors begleiteten.

Lewandowski hatte Glück: Mitglieder der Jüdischen Gemeinde förderten sein Talent und bezahlten seinen Musikunterricht. Mit 19 wurde er zum Dirigenten des gerade gegründeten Männer- und Knabenchores der Synagoge berufen. Er war Reformer und wollte mit geregeltem Chorgesang der "Unordnung" des traditionellen Gottesdienstes entgegenwirken.

1866 wechselte er an die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße. In dem liberalen Gotteshaus hatte man Orgelmusik eingeführt. Lewandowski überarbeitete daher seine alten Kompositionen und unterlegte sie mit Orgelklängen. Er schrieb auch neue Werke, wobei er einige Melodien deutscher Volksweisen aufnahm. Bis heute wird Louis Lewandowskis Musik in aller Welt vorgetragen.

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