1999/93/0
Kunst
Ton, bemalt, gebrannt; innen Metallverstärkungen
Zizenhausen (Sitzenhausen), Deutschland 1828 bis 1835
Höhe: 16.7 cm Breite: 21 cm Tiefe: 5.7 cm
rücks. Klebezettel "X 30374" (Kugelschreiber), "900" (Tinte) beigefügt: Marke mit Losnr. 198
Kestenbaum & Company: Fine Judaica. Books, manuscripts and works of art. Hebrew printed books and manuscripts (22.6.1999), Auktionskat. Kestenbaum & Company, New York 1999. Fraenger, Wilhelm: Der Bildermann von Zizenhausen, Erlenbach-Zürich [u.a.]: Rentsch 1922, S. 31. Weinstein, Jay: A Collector's Guide to Judaica, London: Thames and Hudson1985, S. 174 (Nr. 232). Seipel, Wilfried: Das Weltbild der Zizenhauser Figuren, Konstanz 1984, S. 118/119. Fraenger, Wilhelm: Der Bildermann von Zizenhausen, in: Komische Bibliothek, Erlenbach / Zürich / Leipzig 1922. Bosch, H: Zizenhauser Tonfiguren im Schloß Langenstein bei Konstanz, o.O. o.J. Auktionshaus Neumeister: Auktion 333 (20.9.2006), Auktionskat. Auktionshaus Neumeister, München 2006, S. 110 (Lot 608).
Text aus der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin:

"Humorstück oder Karikatur ?

In Basel zeichnete Hieronymus Hess die Vorlagen für die Zizenhauser Figuren. In den humoristischen Genreszenen sind außer Juden auch Berufskarikaturen, historische Motive wie Napoleon, Kaiser Ferdinand oder Kriegskrüppel, sowie Schweizer Trachten und Basler Originale dargestellt.

Vor allem die jüdischen Szenen wirken auf den heutigen Betrachter befremdlich. Doch im Vergleich mit vielen zur gleichen Zeit entstandenen gehässigen Karikaturen ist der Grundton eher maßvoll und gutmütig. Anderssein scheint als eine Art Marotte, als Variante im Kaleidoskop eines kleinbürgerlichen Gesellschaftspanorama."

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