Sammeldatensatz: Passfotos jüdischer Zwangsarbeiter der Firma Ehrich & Graetz AG, Berlin-Treptow

FOT 89/500/0
Fotografische Sammlung
Fotografie (s/w)
Fotografie, Hüllen: Pergamin; Schachteln: Pappe
Berlin 1940 bis 1943
Höhe: 5 cm Breite: 3.8 cm Maße: Größe je Paßfoto; Zusatzmaße: Maße je Tütchen: 7,6 x 11,4; Maße Schachtel: 6,0 x 15,5 x 22,3 cm
Schachtel: obere und untere Hälfte "New Goldenberg's Delicious Chocolate Peanut-Chews"
Stiftung Jüdisches Museum Berlin (Hg.): Geschichten einer Ausstellung. Zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte, Kat. Jüdisches Museum Berlin, Berlin: Proprietas-Verlag, 2. Auflage, 2002. Aufruf im AUFBAU, 23. Juni 1989, S. 3-4: Schachteln - gefüllt mit Schicksalen. Fotos jüdischer Zwangsarbeiter in Berlin gefunden
Depositum über die Gesellschaft für ein Jüdisches Museum in Berlin
Zwei Schachteln mit Passfotos von 533 jüdischen Zwangsarbeitern der Firma Ehrich & Graetz AG, Berlin-Treptow; je 1-3 Fotografien in Pergamintütchen

Außerdem zwei Werksausweise von Leo Brauner und Gerhard Blumenfeld

Text aus der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin:
"Die "Fabrik-Aktion"

Eine Mitarbeiterin der Firma Ehrich & Graetz bewahrte über 500 Fotos von jüdischen Deutschen auf, die in der Metall-Fabrik Zwangsarbeit leisten mussten. Juden wurden in dem Betrieb eingesetzt, als im Herbst 1940 die generelle Verpflichtung für Juden zur Zwangsarbeit eingeführt wurde.

In der so genannten Fabrik-Aktion vom 27. Februar 1943 wurden in Berlin über 12.000 jüdische Zwangsarbeiter direkt an ihren Arbeitsplätzen von der Gestapo verhaftet und deportiert, auch die von Ehrich & Graetz. Berlin sollte "judenrein" gemacht werden. Nur einzelnen gelang es, sich der Festnahme zu entziehen und unterzutauchen."

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