Porträt Walther Rathenau (1867-1922)

Emil Orlik (21.7.1870 - 28.9.1932)

GEM 74/14/0
Kunst
Gemälde
Öl auf Leinwand
um 1927
Höhe: 110.5 cm Breite: 80.5 cm Zusatzmaße: Rahmen
u.r.: "Orlik"
LW: doubliert, oB, KR: l.u. rot: Stempel Emil Orlik, Querbalken mitte re: rot Stempel Emil Orlik, Querb. Mitt mittig: FA Schröter Hardenbergstr. 14 (Firma für Künstlerbedarf). Schrift: Orlik, Bildnis Walther Rathenau GEM 74/14 Label Berlin Museum: Emil Orlik, Inv.Nr. GEM 74/14 Label: Emil Orlik (1870-1932) Walther Rathenau, 1867-1922, Präsident der AEG und Politiker, 1922 Reichsaußenminister, Stiftung der Dresdner Bank Lt. Rechnung soll es einen Magazinstempel der Nationalgalerie Prag auf der Rückseite gegeben haben. War bei Überprüfung aber nicht erkennbar
Stiftung Jüdisches Museum Berlin (Hg.): Geschichten einer Ausstellung. Zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte, Kat. Jüdisches Museum Berlin, Berlin: Proprietas-Verlag, 2. Auflage, 2002.
Ankauf aus Mitteln der Dresdner Bank
Walther Rathenau war erst seit wenigen Monaten Außenminister, als er am 24. Juni 1922 von Mitgliedern einer rechtsextremen Organisation ermordet wurde.

Der jüdische Politiker hatte während des Ersten Weltkriegs im Preußischen Innenministerium die Kriegsrohstoffabteilung geleitet und war 1921 Minister für den Wiederaufbau geworden. Weil er für einen demokratischen Staat eintrat und sich erfolgreich auf der politischen Bühne behauptete, wirkte Rathenau für viele als Hoffnungsträger.

Die Rechtsextremen aber sahen in ihm einen Vertreter der verhassten "Judenrepublik". Sie machten ihn verantwortlich für die Friedensverträge - in ihren Augen eine Deutschland von den Siegermächten aufgezwungene "Schmach".

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