Büste Salomon Veit (1751-1827)

Johann Gottfried Schadow (1764 - 1850)

2001/350/0
Kunst
Gips
um 1790
Höhe: 74 cm Breite: 45 cm ca. Maße; runder Fuß, deutlich schmaler
Mackowsky, Hans; Rave, Paul Ortwin (Hgg.): Die Bildwerke Johann Gottfried Schadows, Berlin 1951, Nr. 49. Nicht bei Friedländer 1864 vgl. HH Kunsthalle: Bildnis Salomon Veit, um 1795 Bronze, 1906, 71 x 49 x 31 cm, Inv. Nr. 1939/24 Unbezeichnet Gießerstempel am hinteren Plinthenrand: Guss H. NOACK FRIE- DENAU Vorlage: Gips (Verbleib unbekannt) (Ausstellung Die Dritte Dimension, Kat 382) dem entsprechend Datierung von 1790 auf 1795 geändert, IB 2018,04
Büste von Salomon Veit, geb. 6.11.1751, gest. 24.4.1827, Bankier, Begründer des Bankhauses Gebr. Veit & Co. (Berlin), ältester Vorstand der jüdischen Gemeinde und Stadtvorstand in Berlin.

Text Dauerausstellung Jüdisches Museum Berlin:
"Der erste jüdische Stadtverordnete

Am 9. April 1809 leisteten 275 Juden in der Berliner Synagoge feierlich den Bürgereid. Unter ihnen war auch der Bankier Salomon Veit mit seinen Brüdern.

Wenige Tage später zog er in die Stadtverordnetenversammlung ein - als erstes jüdisches Mitglied. Erst ein Jahr zuvor war es möglich geworden, dass ein Jude ein politisches Mandat in der Stadt bekleidete. Die preußische Städteordnung von 1808 hatte festgelegt, dass "Stand, Gewerbe, Religion und überhaupt persönliche Verhältnisse bei der Erwerbung des Bürgerrechts keinen Unterschied ausmachen".

Damit war ein erster Schritt zur rechtlichen Gleichstellung getan. Dennoch blieb Veit für lange Zeit der einzige Jude in der Versammlung."

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