Stoffbahn mit aufgedruckten "Judensternen"

Geitel & Co.

2000/424/0
Alltagskultur
Viskose, bedruckt
Berlin 1941 bis 1945
Höhe: 75 cm Breite: 121 cm Höhe = Webbreite Breite = Länge insgesamt Länge Oberkante: 74,50 cm Länge Unterkante: 94,00 cm
Zum historischen Kontext s. "Bitter Bonnets and Badges", in: Eric Silverman: A Cultural History of Jewish Dress , London, New York, 2013, S. 47-67 ZEIT Geschichte. Epochen. Menschen. Ideen. Heft Nr. 1, Jg. 2017: Der Weg in den Holocaust. Die Wannsee-Konferenz und die "Endlösung der Judenfrage", S. 3
Schenkung von Hans-Oskar Baron Löwenstein de Witt
Stoffbahn mit aufgedruckten "Judensternen";
auf gelbgefärbter Viskose sind insgesamt 77 sogenannte Judensterne, ein Davidstern mit der Inschrift "Jude", zum Ausschneiden aufgedruckt.

Ab September 1941 war das sichtbare Tragen des Sterns für die im Deutschen Reich lebenden Juden verpflichtend.

Der Stifter, Hans-Oskar Baron Löwenstein de Witt, der vom 26. März bis 21. April 1945 im Gestapo-Gefängnistrakt des Jüdischen Krankenhauses in der Berliner Schulstraße inhaftiert war, zu diesem Objekt:
"Diese Stoffbahn mit 77 aufgedruckten Judensternen fand ich bei meiner Befreiung aus dem Sammellager Schulstraße im April 1945. Da ich zu den wenigen jüdischen Überlebenden in Berlin gehöre, sehe ich es als historische Verpflichtung an, dieses seltene Zeugnis aus den nationalsozialistischen Verfolgungsjahren dem Jüdischen Museum Berlin zu übergeben."

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