Lorbeerkranz für Emil Sauret, Geigenlehrer am Stern'schen Konservatorium

VAR 92/5/0
Alltagskultur
Silber
Berlin 4.1891
Höhe: 3 cm Breite: 31 cm Tiefe: 29.5 cm flach liegend gemessen
Stempel (?) und Stempel "800"
Widmung: Unserem verehrten Meister Emil Sauret Berlin, April 1891 Die dankbaren Schüler und Schülerinnen des Stern Conservatorium
Cordula Heymann-Wentzel: Das Stern'sche Konservatorium der Musik in Berlin. Rekonstruktion einer verdrängten Geschichte, Berlin, 2014; Abb. S. 378 Schenk, Dietmar: Das Stern'sche Konservatorium der Musik. Ein deutsch-jüdisches Privatkonservatorium der Bürgerkultur Berlins 1850-1936, in: Wetzel, Jürgen (Hg.): Berlin in Geschichte und Gegenwart. Jahrbuch des Landesarchiv Berlin, Berlin 2000, S. 57-79.
Silberner Lorbeerkranz, zusammengesetzt aus einzelnen Blättern und Knospen; im unteren Teil mittig die eingravierte Widmung; auf den einzelnen Blättern sind insgesamt 18 Namen von Schülerinnen und Schülern des Konservatoriums genannt. Sie lauten von rechts oben im Uhrzeigersinn:
H. Dessauer, B. Bilbie, F. Frederiksen, H. Engel,
H. Hundt, K. Gerhäusser, J. Jéquier, H. Odenthal, C. Wehle, M. Weydert, H. Petersen, M. Naruhn, C. Müller, A. Kjellberg, E. Fuchs, M. Johnson, M. Baginski, D. Benda.

Unter der Ägide von Jenny Meyer, seit dem Tod ihres Schwagers Julius Stern (1820-1883) Leiterin des Stern'schen Konservatoriums, unterrichtete der französische Violinvirtuose Emil Sauret für knapp 2 ½ Jahre als Geigenlehrer. Bei den öffentlichen Prüfungen im März 1891 taucht Sauret's Violinklasse ein letztes Mal in den Jahresberichten des Konservatoriums auf - neben Werken von Mozart, Spohr, Vieuxtemps, Raff und Wieniawski spielten einige seiner Schüler auch eigene Kompositionen ihres Lehrers. Die Schüler waren alle fortgeschritten - Sauret unterrichtete keine Anfänger - die meisten kamen von auswärts, teilweise sogar aus dem Ausland. Im Frühjahr 1891 folgte Sauret einem Ruf nach England - der Lorbeerkranz dürfte das Abschiedsgeschenk bei seinem Weggang aus Berlin gewesen sein.




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