Häftlingsjacke aus dem Konzentrationslager Auschwitz, getragen von Max M. Sprecher (1909-1980)

2001/62/0
Alltagskultur
Wolle Köpergewebe; Kunststoffknöpfe; Metallhaken
1939 bis 1945
Höhe: 70 cm Breite: 90 cm Tiefe: 5 cm flach liegend mit aufge- falteten Ärmeln; Zusatzmaß: Ärmellänge: 54 cm
Stiftung Jüdisches Museum Berlin (Hg.): Geschichten einer Ausstellung. Zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte, Kat. Jüdisches Museum Berlin, Berlin: Proprietas-Verlag, 2. Auflage, 2002.
Schenkung von June Neuberger
Wolljacke, mit blau-grauen Längsstreifen und Knopfleiste; sie gehört zu der seit 1938/39 üblichen Häftlingskleidung in den Konzentrationslagern.
Diese Jacke ist eine Winterbekleidung.

Max M. Sprecher trug die Jacke, nach Auskunft der Stifterin, in Auschwitz.

Ausstellungstext (Dauerausstellung Jüdisches Museum Berlin):

"Diese Häftlingsjacke gehörte Max Mayer Sprecher, der in Berlin Medizin und jüdische Theologie studiert hatte. Im September 1939 wurde er auf der Straße verhaftet und ins Konzentrationslager Sachsenhausen eingeliefert.

Nach dreijähriger Haft wurde er mit anderen jüdischen Häftlingen nach Auschwitz transportiert. Dort musste er die Zwillinge betreuen, die der KZ-Arzt Josef Mengele für seine Menschenversuche missbrauchte.

Als die SS vor der heranrückenden Roten Armee flüchtete und Auschwitz im Januar 1945 räumte, gehörte Sprecher zu den Häftlingen, die auf langen Todesmärschen ins Reichsinnere getrieben wurden. Max Mayer Sprecher überlebte und wurde von der US-amerikanischen Armee in Tirol befreit."

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