Schaufensterdekoration des Handschuhgeschäftes der Gebr. Becker

2000/136/10
Alltagskultur
Lithografie auf Pappe
Chemnitz 20er Jahre des 20. Jahrhunderts
Höhe: 19.4 cm Breite: 9.4 cm Tiefe: 1.4 cm flachliegend
Schenkung von Fred Becker und Liesel Becker Sabloff
Stilisierter schmaler schwarzer Handschuh aus Pappe zum Aufstellen, mit roten aufgedruckten Ziernähten und einer Schleife mit Knöpfen

Die 1883 in Chemnitz gegründete Handschuhfabrik der Brüder Adolph und Eduard Becker in Chemnitz gehörte zu den Pionieren der sächsischen Handschuhfabrikation. Nach dem Tod der Begründer traten Karl und Arthur Becker, die Söhne von Eduard Becker, in die Firma ein und führten das Unternehmen in den 1920er Jahren zu neuem Aufschwung. Die gesamte Palette der Strumpf- und Wirkwaren wurde am neuen Standort in Jahnsdorf (Erzgebirge) hergestellt. Verwaltung und Appretur befanden sich in Chemnitz. Beide Werke wurde im Mai 1927 in die Eduard Becker Söhne AG überführt. Neben den beiden Brüdern gehörten unter anderem der Rechtsanwalt Dr. Arthur Weiner dem Aufsichtsrat an; nach dessen Ermordung wanderten Karl und Arthur Becker im September 1933 nach Holland aus. Nach der "Arisierung" wurde das Unternehmen schließlich am 10. Juni 1938 in Becker-Werke AG umbenannt. Die Firma wurde nach Kriegsende zunächst als Becker Werke AG weitergeführt., bevor sie 1953 volkseigen wurde.
Der Familie Becker gelang nach Kriegsausbruch die Flucht aus den Niederlanden in die USA.

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