Schabbat-Leuchter

KGM 81/152/0
Judaica/Angewandte Kunst
Bronze; gegossen
19. Jahrhundert
Höhe: 28.5 cm Durchmesser: 13.8 cm Dm = Dm Fuß; Dm Tropfenfänger = 6,7
Berlin Museum (Hg.): Sofer-Katalog, Berlin 1982, S. 62, Abb. 154. Berlin Museum (Hg.): Judaica, Berlin 1989, S. 302, Abb. 204. Bothe, Rolf (Hg.): Synagogen in Berlin, Teil 1, Berlin 1983, S. 202, Abb. 31.
Ankauf aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Der Kerzenleuchter gehört zu einem Leuchterpaar. Er besteht aus drei aufeinander montierten Teilen: Fuß, Schaft und Kerzenhalter. Der runde Fuß ist zweifach getreppt und mit Perldekor verziert. Darüber ist der kannelierte Schaft angebracht, der sich konisch nach oben erweitert. Im unteren Drittel des Schafts befindet sich ein Nodus. Auf den Schaft ist oben die Tülle aufgesetzt, die die Form einer antiken Vase hat und oben in einen breit ausladenden Tropfenfänger mündet. Lanzettförmige Blätter, Zungenfriese und Eierstabumrandungen bilden das Dekor des Leuchters.

Nicht selten wurden Leuchter dieses Typs von jüdischen Familien als Schabbat-Leuchter benutzt. Es handelte sich bei diesen, seit dem 19. Jahrhundert seriell gefertigten und dadurch weit verbreiteten, Bronzegüssen um günstige Alternativen zu kostspieligen Schabbat-Leuchtern aus Silber.

Dieser Leuchter war Teil der Sammlung Zwi Sofer, die 1981 für die Jüdische Abteilung des Berlin Museums erworben wurde und sich heute im Jüdischen Museum Berlin befindet. Da die Provenienz des Objekts zwischen 1933 und 1945 Lücken aufweist, ist das Jüdische Museum Berlin bemüht diese durch gezielte Recherchen aufzuklären.

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