Motiv aus der Frankfurter Judengasse

Anton Burger (1824 - 1905)

2000/538/0
Kunst
Gemälde
Öl auf Karton
Frankfurt a.M. oder Kronberg i.T. 1859
Höhe: 22.5 cm Breite: 30.5 cm H 41 x B 49 x T 5,5 (gemessen von B.D.)
u.r. A. Burger 59
auf dem Rahmen: grüne Klebezettel, handschriftlich bez.: 18983/21; 12!; 10a (rezent) in weichem Bleistift: VI. Ale[x? c?] auf dem Karton: grüne Klebezettel, handschriftlich bez.: 18983/21; 10a roter Klebepunkt (rezent) in weichem Bleistift: VI Ale / Z[?] Rasch[? evtl. Rachs oder Raches]
Boetticher, Friedrich von (Hg.): Malerwerke des Neunzehnten Jahrhunderts, Beitrag zur Kunstgeschichte, Bd. I, Leipzig 1941 (Reprint), S. 145 (Nr. 13). [Motiv: "Judengasse in Frankfurt"] Wiederspahn, August; Bode, Helmut (Hgg.): Die Kronberger Malerkolonie, Frankfurt / Main 1971, S. 370/371. ["Judengasse in Frankfurt"]
Anton Burger war seit den 1860er Jahren Mittelpunkt der Kronberger Malerkolonie, einer Gruppe von Landschafts- und Genremalern. Burgers Motive aus der Frankfurter Altstadt waren im Frankfurter Bürgertum sehr beliebt.

Dazu zählte auch die Judengasse. Nach der Aufhebung des Ghettozwangs war sie allmählich zu einem Armenviertel geworden. Die engen Häuser galten als pittoresk und zogen bald Künstler und Touristen an. Auch Burger bearbeitete das Thema mehrmals. Die hier gezeigte Darstellung zählt zu den frühesten Beispielen dieser "Judengassenromantik". Bei dem Mann im Torbogen könnte es sich um den stadtbekannten Kleiderhändler "Davidsborch" handeln.

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