Ehrenkreuz für Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs von Julius Fliess (1876-1955)

Joseph Kopphold

VAR 85/1/20
Alltagskultur
Eisen, bronziert, patiniert
Deutsches Reich 1934 bis 1937
Höhe: 3.7 cm Breite: 3.7 cm mit Aufhängung gemessen: H: 4,90 cm
Rückseite (geprägt): JK [im Dreieck]
1914/1918
Schenkung von Dorothee Fliess
Georgskreuz mit vier weiteren Diagonalstrahlen.

Rückseite: glatt, oben eingeprägt Signatur im Dreieck.
Vorderseite: In der Mitte des Medaillons untereinander die Jahreszahlen 1914 und 1918; Medaillonring = nach oben geöffneter Lorbeerkranz mit Schleife, die in den unteren Kreuzarm reicht. Hinter dem Medaillon - die vier Diagonalstrahlen bildend - zwei gekreuzte Schwerter.
Kreuzarme mit einer 2,8 mm breiten Bordierung.
Am oberen Kreuzarm Standardöse, quer stehend angelötet.

Das Ehrenkreuz für Frontkämpfer wurde anlässlich des 20. Jahrestages des Kriegsbeginns am 13.7.1934 von Reichspräsident Hindenburg gestiftet. Auf Wunsch wurde es ehemaligen Kriegsteilnehmern sowie Witwen und Eltern gefallener Soldaten verliehen. In der C.-V.-Zeitung, einem deutsch-jüdischen Wochenblatt, hieß es am 19. Juli 1934: "Die deutschen Juden ... werden das Ehrenkreuz mit Stolz tragen und damit die Erinnerung an eine große Zeit gemeinsamer deutscher Geschichte lebendig erhalten." Auch zahlreiche jüdische Weltkriegsteilnehmer beantragten das Ehrenkreuz, unter ihnen der Rechtsanwalt Julius Fliess. Er war von 1914-1918 Frontkämpfer im Ersten Weltkrieg und erhielt zahlreiche Auszeichnungen u. a. das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse. 1915 wurde er zum Leutnant befördert. Er wurde mehrfach verwundet und verlor dabei sein linkes Augenlicht.

Wissen Sie mehr zu diesem Objekt?
Haben Sie vielleicht einen Fehler gefunden?

Schreiben Sie uns:

Nach oben springen