Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen an Arthur Becker (1893-1988)

Metallwarenfabrik Kallenbach, Meyer & Franke / Luckenwalde

2000/136/25
Alltagskultur
Eisen,Eisen verkupfert patiniert;
Luckenwalde 1934 bis 1937
Höhe: 5 cm Breite: 3.7 cm mit Aufhängung gemessen
Rs. (geprägt): K/M/F [jeweils in einem Kreis]
Schenkung von Fred Becker und Liesel Becker Sabloff
Ehrenkreuz für Frontkämpfer; Georgskreuz mit vier weiteren Diagonalstrahlen. Vorderseite: In der Mitte des Medaillon untereinander die Jahreszahlen 1914 und 1918; Medaillonring = nach oben geöffneter Lorbeerkranz mit Schleife, die in den unteren Kreuzarm reicht. Hinter dem Medaillon - die vier Diagonalstrahlen bildend - zwei gekreuzte Schwerter. Kreuzarme mit einer 2,8 mm breiten Bordierung. Am oberen Kreuzarm Standardöse, quer stehend angelötet. Rückseite: glatt, mittig eingeprägte Signatur.

Das Ehrenkreuz für Frontkämpfer wurde anlässlich des 20. Jahrestages des Kriegsbeginns am 13.7.1934 von Reichspräsident Hindenburg gestiftet. Auf Wunsch wurde es ehemaligen Kriegsteilnehmern sowie Witwen und Eltern gefallener Soldaten verliehen. In der C.-V.-Zeitung, einem deutsch-jüdischen Wochenblatt, hieß es am 19. Juli 1934: "Die deutschen Juden ... werden das Ehrenkreuz mit Stolz tragen und damit die Erinnerung an eine große Zeit gemeinsamer deutscher Geschichte lebendig erhalten." Auch zahlreiche jüdische Weltkriegsteilnehmer beantragten das Ehrenkreuz, unter ihnen Arthur Becker, einer der Inhaber der Handschuhfabrik Gebrüder Becker in Chemnitz. Er emigrierte 1933 mit seiner Familie nach Holland, von dort nach Kriegsausbruch nach Kanada.

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