Leipzigs Juden-Ecke. Das Georgenhaus und die Heuwage in Leipzig. Zeitungsdruck aus "Die Gartenlaube"

Otto Moser, Max Müller, Richard Püttner (1.1.1842 - 1.11.1913)

2001/237/10/001-002
Kunst
Druckgrafik
Holzstich, Zeitungsdruck
1871
Höhe: 22.5 cm Breite: 31 cm Bild 19,5 x 28,5 cm
u.l. im Bild: "Püttner" u.r.: "XA Max Müller (...)"
Bildunterschrift: "Das Georgenhaus und die Heuwage in Leipzig. Originalzeichnung von R. Püttner."
"Die Gartenlaube" Nr 32, 1871. Illustriertes Familienblatt, hrsg von Ernst Keil. 4 Blätter, S. 529-536.
S.529-532: E. Marlitt: Das Haideprinzeßchen. (Fortsetzung)
S. 532-535: Otto Moser: Leipzigs Juden-Ecke. Erinnerungen an das alte Leipzig.
S. 535-536: Ein Jubelfest im Norden. (Schluß) [nicht vollständig, ohne Autorenangabe]

S. 533: ganzseitige Illustration "Leipzigs Juden-Ecke. Das Georgenhaus und die Heuwage in Leipzig."
s/w Straßenzene, Spaziergänger, Einkäufer, Zeitungsleser in Kleidung des ausgehenden 18. / frühen 19. Jahrhunderts, rechts ein Haus mit Fachwerk, im Erdgeschoss auf Augenhöhe zahlreiche Plakate, davor zwei Männer mit langem Bart und Hut im dunklen langen Gewand und Stock im Gespräch. Am Haus ragt im ersten Stock ein Balken mit Haken heraus (die Heuwaage), darunter sitzt ein Mann vor einer Kasse unter einem Sonnenschirm auf geneigtem Stuhl. Das gegenüberliegende Haus hat über dem Eingang eine Darstellung des heiligen Georg. Georgenhaus und Heuwaage waren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgerissen worden um die Straße zu verbreitern.

Die Illustration bezieht sich auf den Artikel "Leipzigs Juden-Ecke. Erinnerungen an das alte Leipzig" von Otto Moser, der auf den Seiten 532-534 derselben Ausgabe erschienen war. In dem Artikel wird auf die Geschichte der Gebäude eingegangen sowie auf die Tatsache, dass Juden bis ins mittlere 18. Jahrhundert nur zu Messezeiten der Aufenthalt in Leipzig gestattet war; danach durften sie nur im Brühl wohnen. "Die treue Anhänglichkeit der Juden an den Brühl, wo ihre Voreltern schon vor länger als einem halben Jahrhundert Geschäftchen machten, haben sie einmüthig bewahrt bis auf den heutigen Tag, und namentlich der Platz zwischen der alten Wage und dem Georgenhause blieb das Geschäftsdorade, die gefeierte Ecke, wo noch immer Milch und Honig fleußt!" (S. 534)

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