Decke aus dem Besitz von Leo Scheuer (1909-2002)

2001/24/214
Alltagskultur
Textil, Damast, Petit point (halber Kreuzstich), Metallfäden, Seide oder Kunstfaser in Leinwandbindung, Metall
ca. 1900 bis 10.1942
Höhe: 203 cm Breite: 290 cm
Schenkung von Leo Scheuer
Decke bzw. Überwurf, rot, gefüttert mit cognacfarbenem Atlasgewebe.

Das Textil besteht aus fünf etwa gleich breiten Streifen verschiedener Stilrichtungen: An den beiden Außenseiten jeweils etwa ein 60cm breiter, leichter, flatternder, rot-brauner Stoffstreifen; daran anschließend auf jeder Seite jeweils ein roter gemusterter, asiatisch anmutender Damaststreifen. Zu erkennen sind darauf Boote mit Ruderern, Grotten, Palmen, Blüten, Schmetterlingen und Pagoden. Die Damaststreifen flankieren den beigefarbenen Mittelstreifen, der mit einem floralen, biedermeierlichen, bunten Muster in halbem Kreuzstich bestickt ist. Umschlossen werden die Damaststreifen und der Mittelstreifen von einer goldenen Borte, die ein geometrisches Muster zeigt und mit Metallfäden bestickt ist. An den beiden äußeren Borten sind in jeweils in etwa 12cm großen Abständen goldene Metallringe angenäht.

Das Textil stammt aus dem Besitz der Eltern von Rosa Scheuer-Karpin und Leo Scheuer. Leo Scheuer hatte es über fünfzehn Monate, von Oktober 1942 bis Februar 1944 in seinem Versteck, einem Erdstollen in Warkowicze/ Ukraine, bei sich und benutzte es als Decke. Über die ursprüngliche Verwendung ist nichts bekannt.

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