Eisernes Kreuz II. Klasse am Band von Max Haller (1892-1960)

2004/61/217
Alltagskultur
Silber, Eisen, Messing, Textil
Deutsches Reich Verleihungsdatum 19.11.1916
Höhe: 4.3 cm Breite: 4.3 cm Tiefe: 0.4 cm Ohne Band gemessen. Mit Band: 8,5 x 5,0 x 1,0 cm
Schenkung von I. Dinah Haller
Eisernes Kreuz II. Klasse, mit Anhänger am Band in preußischen Farben (schwarz-weiß). Vorderseite: Krone / "W" / "1914"; Rückseite: Krone / "FW" / Eichenlaub / "1813",

Laut vorläufigem Besitzzeugnis, ausgestellt im Januar 1917, wurde dem Maschinistmaat der Deutschen Unterseebootsflotille Max Haller das Eiserne Kreuz am 19. November 1916 verliehen.

Max Haller, Sohn eines Synagogenkantors, stammte aus Schlesien, nach einer Lehre als Maschinist fuhr er seit 1911 zur See. Zu Beginn des Krieges diente er auf der Panzerfregatte S.M.S. Preußen, 1916 ließ er sich auf das U-Boot U.C.22 versetzen. Haller war im Mittelmeer stationiert, wo die deutschen U-Boote das verbündete Osmanische Reich unterstützten. Daher sind unter seinen vielen Orden auch einige in türkischer Sprache, die damals noch mit arabischen Buchstaben geschrieben wurde. Zusammen mit anderen Ordensträgern wurde Haller im Israelitischen Familienblatt als "Jüdischer Ritter des Eisernen Kreuzes" geehrt.
Nach seiner Emigration 1933 von Berlin nach Palästina diente er in der britischen und später in der israelischen Marine. 1958 kehrte er mit seiner Frau nach Berlin zurück.



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