Weinzipfel der Freien Schlagenden Verbindung "Salia" aus dem Besitz von Leopold Künstler

2004/81/2
Alltagskultur
Silber, Ripsband
Würzburg Widmungen auf dem Schieber 1923 bis 1924
Höhe: 22 cm Breite: 1.5 cm
Vs.: FC! [Zirkel] Rs.: F. Simon / s/L / L. Künstler / S. S. 23 // K. Rothschild / s/L L. Künstler / S. S. 23 // A. Kronenberger / Stephan s/L Bruder / WS 23/24 // K. Wiesner / s/L / L. Künstler / S. S. 24 // Karle s/L Poldi S.S. 24
Cahn, Hugo [u.a.]: Die Freie schlagende Verbindung Salia Würzburg. Eine Festgabe zum 30jährigen Stiftungs-Feste, Würzburg 1914 Studentenschaft und Korporationswesen an der Universität Würzburg 1582-1982; hsg. zur 400-Jahr-Feier der Alma Julia-Maximiliana vom Institut für Hochschulkunde an der Universität Würzburg; Redaktion Rolf-Joachim Baum, Würzburg 1982
Weinzipfel mit Ripsband in den Korporations-Farben blau, silber, schwarz; acht Schieber mit auf der Vorderseite graviertem Zirkel der "Salia", auf der Rückseite gravierte Namen und Daten, Kettenteil mit kleinem Karabinerhaken zum Anhängen an den Hosenbund.

Der Weinzipfel gehörte Leopold Künstler, sein Name erscheint auf allen Schiebern. Vermutlich handelt es sich bei den anderen Namen um Bundesbrüder Künstlers.

1884 gündeten vier jüdische Studenten in Würzburg die Verbindung "Societas cerevisiae", in einer Zeit, als Juden der Beitritt zu allgemeinen Verbindungen mehr und mehr verwehrt wurde. Seit 1886 nannte sich die Verbindung Salia, im Wintersemester 1891/92 kam die Bezeichnung "Freie Schlagende Verbindung" hinzu. Die Salia war paritätisch, d.h. sie nahm auch nichtjüdische Studenten auf. Seit 1905 war sie Mitglied im "Verband Schlagender Korporationen", 1919 schloss man sie wieder aus. 1933 wurde die Salia zur Auflösung gezwungen.

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