Sammeldatensatz: Sammlung Familie Bachmann und Bornstein

2004/131/0/1-26
Archiv
Leipzig, Osterode, Theresienstadt, u.a. 1893 bis 10.1999
Ralf Bachmann, Die Bornsteins. Eine deutsch-jüdische Geschichte, Beucha 2006.
Schenkung von Ralf Bachmann
Die Dokumente betreffen Hertha Bachmann, geb. Bornstein, ihre Eltern, Max und Röschen Bornstein sowie ihren Ehemann Willy Bachmann und Sohn Fritz (geb. 1924). Nach den Nürnberger Gesetzen war Hertha "Volljüdin". Da sie mit einem "arischen" Mann in "Mischehe" verheiratet war, galten ihre beiden Söhne Fritz und Ralf als "Mischlinge 1. Grades". Fritz und Willy Bachmann mussten ab November 1944 Zwangsarbeit bei der Organisation Todt leisten, Hertha Bachmann wurde im Februar 1945 nach Theresienstadt deportiert, von wo aus sie Anfang Juni 1945 zu ihrer Familie zurückkehrte. Ihr Mann Willy wurde nach Kriegsende als SPD-Mitglied von den Russen verhaftet und verschwand spurlos, erst 1959 bekam die Familie eine offizielle Todesbescheinigung zugeschickt.

- Sterbeurkunde und Foto des Grabsteins von Röschen Bornstein, geb. Fabian (1860-1913); Todesschein ihres Mannes, Max Bornstein (1862-1931).

- 8 Dokumente betreffend Hertha Bachmann, geb. Bornstein (1893-1984) aus den Jahren 1893-1971.
Darunter:
- Zeitgenössische Abschrift des Deportationsbescheids der Gestapo vom 8.2.1945 zum "Arbeitseinsatz nach dem Altersghetto Theresienstadt" (die Abschrift wurde von Hertha Bachmanns Sohn Ralf auf ihre Aufforderung hin angefertigt, das Original musste im Sammellager abgegeben werden.)
- Arbeitsausweis aus dem Ghetto Theresienstadt, ausgestellt am 27.2.1945
- Bescheinigungen betr. Status von Hertha Bachmann als Verfolgte des Naziregimes und betr. ihre Ehrenpension in der DDR.

- 7 Dokumente betreffend Fritz Bachmann und seinen Zwangsarbeitereinsatz bei der Organisation Todt.

- Sterbeurkunde von Willy Bachmann

Die Sprachen der Dokumente sind deutsch, tschechisch und russisch.

Wissen Sie mehr zu diesem Objekt?
Haben Sie vielleicht einen Fehler gefunden?

Schreiben Sie uns:

Nach oben springen