Sammeldatensatz: Sechs Servietten aus der Produktion der Firma S. Fränkel

Textilfabrik S. Fränkel, Peter Behrens (14.4.1868 - 27.2.1940)

2003/281/0/1-6
Alltagskultur
Leinen, bestickt, Damastbindung
Neustadt (Schlesien) 1905
Höhe: 65 cm Breite: 64 cm
Signatur i. d. Ecken (gewebt): "PB"
Monogramm (gestickt): "E. P."
Sechs weiße Tafelservietten mit geometrisch-abstraktem Dessin, in allen vier Ecken signiert durch eingewebte, ineinander geschriebene Buchstaben im Damast. Auf allen Servietten ist zudem in jeweils einer Ecke ein Monogramm aufgestickt.

S. Fränkel war eines von mehreren Textilunternehmen in Schlesien, das von jüdischen Unternehmern im 19. Jahrhundert gegründet und zu Weltgeltung geführt wurde. Die Fränkelsche Tischzeug-, Leinwand- und Frottierwarenfabrik hatte ihren Sitz im oberschlesischen Neustadt, wo seit Jahrhunderten das Weberhandwerk eine wichtige Rolle spielte. Im Jahr 1827 gründete Samuel Fränkel dort eine Leinen- und Damastweberei. Seitdem war die Stadtgeschichte eng verbunden mit dem Aufstieg der Firma und dem Wirken der beiden verwandtschaftlich verbundenen Unternehmerfamilien Fränkel und Pinkus. Die letzten Firmeninhaber, Hans Pinkus und Ernst Fränkel, wurden nach ihrer Verhaftung im November 1938 gezwungen, Deutschland zu verlassen und flüchteten mit ihren Familien nach England. Die Firma wurde "arisiert" und unter dem Namen "Schlesische Feinweberei" fortgeführt.

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