2003/284/0/1-26
Kunst
Druckgrafik
Kupferstich auf Pappe aufgezogen
Leipzig 1786 bis 1788
Höhe: 15.4 cm Breite: 9.4 cm ca.
Gehört zu: Salzmann, Christian Gotthilf: Moralisches Elementarbuch. nebst einer Anleitung zum nützlichen Gebrauch desselben. Leipzig: Siegfried Lebrecht Crusius , 1784-1788
26 (Nr. 42-46, 48-68) von insgesamt 66 Kupferstichen zu Christian Gotthilf Salzmanns "Moralischem Elementarbuch", Leipzig 1784-1788. (Original enthielten Bd. 1, 1784: 22 Tafeln; Bd. 2, 1787: 24 Tafeln; Bd. 3, 1788: 20 Tafeln), auf Pappe montiert und mit grünem Papier eingefasst, rückseitig in arabischen Ziffern in Tinte nummeriert.

Anhand von Episoden aus dem Leben von Ludwig und Luise, den Kindern des ehrbaren Kaufmanns Herrmann und seiner Frau Sophie, handelt Salzmann diejenigen Gegenstände ab, in Hinsicht auf welche die unterrichteten Kinder "eine gute Gesinnung" entwickeln sollen. "Dieß geschieht, indem ihnen der wahre Werth jedes Dings, und das Vergnügen oder Misvergnügen, das es ihnen verschaffet, auf eine sinnliche Art vorgestellt wird." (S. xxvii). In der Reihenfolge des Buches sind dies: Sie selbst (Körper / Seele / Verstand / Wille / Leidenschaften), Andere Personen (Gott / Andere Menschen), Tiere, Sachen, Schicksale.
Im Zuge des Themas "Andere Menschen" werden diese auch "In Ansehung ihrer Religion" dargestellt; hier dient der Jude Ephraim als Beispiel.

Salzmanns "Elementarbuch" gehört wie sein Vorbild, das "Elementarwerk" Basedows, in den Bereich der edukativen Literatur der philantropischen Pädagogik. Es diente im Rahmen des ersten Religionsunterrichts der moralischen Unterweisung. Salzmann betont die Bedeutung der Illustration für die Erziehung von Kindern; die Buchkupfer waren nicht zum Verbleib im Buch bestimmt, sondern sollten ausgeschnitten, auf Pappe montiert, den Kindern nach dem mündlichen Erzählen der im Buch enthaltenen Geschichten gezeigt und eine Weile im Zimmer der Kinder angebracht werden, um so die Inhalte der Erzählung ins Gedächtnis zu rufen. Wenn das Interesse der Kinder nachließ, sollten die Bilder durch neue ersetzt werden.
Die Montierung der Tafeln ist demnach auf den originalen Gebrauch zurückzuführen.

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