Überseekoffer der Familie Kochmann von Albert Rosenhain

2005/47/2
Alltagskultur
Holz, Lederimitat, lackiert; Wachstuch, Pappe, Textil, Metall
Berlin ca. 30er Jahre des 20. Jahrhunderts
Höhe: 75 cm Breite: 50 cm Tiefe: 30 cm
Etikett der Firma Albert Rosenhain Berlin.
außen: "J. K. 50"
Schenkung von Gerdi Kaplan, Jerusalem, Israel
Grauer Überseekoffer mit schwarzen Lederkanten und Ledergriff; Metallbeschlägen und Innenausstattung.
Auf der linken Seite des Deckels oben ist ein Etikett der Firma Albert Rosenhain Berlin angebracht, ebenso sind Reste italienischer Gepäckaufkleber erhalten.

Materialien und Ausstattung des Koffers:
außen: Wachstuch grau, Stoßkanten schwarz abgesetzt
innen: Leinen naturfarben; im Deckel Gestänge für Kleiderbügel; im Boden 4 Fächer für Wäsche; 10 Gurtbänder
weitere Ausstattung: 6 Holzbügel, 2 Gamaschen, eine Pappe (Hemdhalter)

Der Koffer gehörte zum Emigrationsgepäck der Familie Kochmann. Den Kochmanns gelang noch im Oktober 1939 mit einem Siedler-Zertifikat für Beit Izchak die Flucht nach Palästina. Die Reise ging von Hindenburg aus mit dem Zug über Berlin und München nach Triest, von dort aus mit dem Schiff "Galiläa" nach Palästina, wo die Kochmanns am 23. Oktober 1939 ankamen.
Die Inschrift stellt möglicherweise die Initialen eines Familienmitglieds dar. In Frage käme der 1886 geborene Julius Kochmann.

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