Anstecknadel des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten aus dem Besitz von Alfred Dienemann (1888-1957)

2005/68/198
Alltagskultur
Messing, versilbert, Emaille
Deutschland 1919 bis 1938
Höhe: 5.7 cm Breite: 0.8 cm Tiefe: 0.3 cm
Schildform mit Initialen "RJF"
Schenkung von William Dieneman
Anstecknadel des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten zur Erinnerung an die Teilnahme am Ersten Weltkrieg.

Alfred Dienemann wuchs in Krotoschin auf, ab 1907 studierte er Jura in Breslau bis zur Promotion. Während des I. Weltkriegs bekam er 1917 das Eiserne Kreuz II. Klasse und ein Jahr darauf das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen. Nach dem Krieg und Stationen am Amtsgericht Myslowitz und am Landesgericht Cottbus wurde er schließlich Kammergerichtsrat in Berlin, außerdem war er viele Jahre im Vorstand des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten. Im März 1935 bekam er auf Antrag das von Hindenburg im Jahr zuvor gestiftete Ehrenkreuz verliehen. Nach seiner Entlassung aus dem KZ Sachsenhausen im Dezember 1938 emigrierte Alfred Dienemann mit seiner Frau Erna im April 1939 nach Großbritannien, ihre beiden Kinder hatten Berlin bereits ein paar Monate früher mit einem Kindertransport verlassen. In der Britischen Armee kämpfte Dienemann dann gegen das Land, aus dem er zuvor fliehen musste. In der Britischen Armee kämpfte Dienemann dann gegen das Land, aus dem er zuvor fliehen musste, 1948 erhielt er die britische Staatsbürgerschaft.


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