Plakette des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten für Alfred Dienemann (1888-1957)

2005/68/199
Alltagskultur
Silber
Deutschland eingraviertes Datum 3.1931
Höhe: 5.6 cm Breite: 11.4 cm
Stempel 900 G.ST
"Seinem verehrten langj. Vorsitzenden Kamerad Dr. Dienemann für treue Dienste in Dankbarkeit gew. v. Landesverband Brandenburg des R.J.F. Im März 1931"
Schenkung von William Dieneman
Plakette mit Widmung des Landesverbandes Brandenburg des Reichsbund jüdischer Frontsoldaten für den Vorsitzenden Alfred Dienemann

Die Plakette ist Teil eines größeren Konvoluts zur Familie Dienemann. Der überwiegende Teil der Sammlung bezieht sich auf den Juristen Alfred Dienemann und dessen Familie. Sie dokumentiert die Teilnahme Alfred Dienemanns am Ersten Weltkrieg, seine Ausbildung und Berufstätigkeit als Jurist, die Verfolgung während der NS-Zeit, sowie die Emigration der Familie nach England.

Alfred Dienemann wuchs in Krotoschin auf, ab 1907 studierte er Jura in Breslau bis zur Promotion. Während des I. Weltkriegs bekam er 1917 das Eiserne Kreuz II. Klasse und ein Jahr darauf das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen. Nach dem Krieg und Stationen am Amtsgericht Myslowitz und am Landesgericht Cottbus wurde er schließlich Kammergerichtsrat in Berlin, außerdem war er viele Jahre im Vorstand des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten. Nach seiner Entlassung aus dem KZ Sachsenhausen emigrierte Alfred Dienemann mit seiner Frau Erna im April 1939 nach Großbritannien, ihre beiden Kinder hatten Berlin bereits ein paar Monate früher mit einem Kindertransport verlassen. In der Britischen Armee kämpfte Dienemann dann gegen das Land, aus dem er zuvor fliehen musste. In der Britischen Armee kämpfte Dienemann dann gegen das Land, aus dem er zuvor fliehen musste, 1948 erhielt er die britische Staatsbürgerschaft.



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