Becher aus dem Besitz von Heinrich Taubenschlag (1913-1992)

2004/582/0
Alltagskultur
Silber, gedrückt, graviert,
ca. Ende 19./frühes 20. Jhdt.
Höhe: 18 cm Breite: 8.5 cm Tiefe: 8.5 cm Durchmesser: 7 cm Durchmesser des Fußes
Stempel an der Aussenseite des Fußes: [Marke nicht erkennbar] / 800 / [Marke nicht erkennbar]
Schenkung von Gisela Taubenschlag
Becher mit Standfuß aus silbernem Metall; runde, zweifach getreppte Standfläche; Balusterschaft. Der untere Teil der Cuppa ist leicht nach aussen gewölbt, danach folgt eine glatte Wandung. Der obere Rand ist leicht nach aussen gebogen; auf der Wandung befindet sich eine Gravur aus Roccaillen, geschwungenen Bögen und floralen Elementen. Im Mittelteil der Gravur ist eine umrahmte, freie Fläche. Der Hohlraum im Fuß des Leuchters wurde mit einer harzartigen, bräunlichen Masse ausgefüllt.

Heinrich Taubenschlag war Drogist von Beruf und arbeitete in der Arzneimittelgroßhandlung Kuby & Co. in der Rosenthaler Str. 39 in Berlin-Mitte. Nach der Rassengesetzgebung der Nationalsozialisten wurde Heinrich Taubenschlag 1940 als "Mischling I. Grades" eingestuft. Bis 1944 konnte er bei Kuby & Co. arbeiten, dann mußte er untertauchen und überlebte im Untergrund. Nach 1945 arbeitete er zunächst wieder bei Kuby & Co und ab 1950 in der chemischen Fabrik Preuß & Temmler in Berlin-Tempelhof. Über die Verwendung des Bechers aus seinem Besitz ist nichts Näheres bekannt.


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