Sammeldatensatz: Mappe "Entre Chien et Loup" Mappe mit 12 Radierungen und sieben weitere Radierungen

Leo Maillet (1902 - 1990)

2006/50/0/1-19
Kunst
Druckgrafik
Kaltnadelradierung
Verscio, Schweiz 1971
Höhe: 65 cm Breite: 38 cm Blattmaß
N.N.: In Gedenken an Leo Maillet, Kat. Remise 16, Berlin 2006. Erich Hinkel: Leo Maillet 1902-1990 - Künstler einer verschollenen Generation. https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/texte/biographien/maillet-leo.html (Abruf: 23.04.2018) Eva Atlan (Kuratorin): Kabinettausstellung "Entre Chien et Loup" - Der Grafiker Léo Maillet (1902-1990), Pressemitteilung des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, 02.2014 (https://www.juedischesmuseum.de/fileadmin/user_upload/uploadsJM/Images/Wechselausstellungen/Verschiedene/PM_Leo_Maillet.pdf - Abruf 23.04.2018) Vier Frankfurter Künstler im Widerstand : Arthur Fauser, Leo Maillet, Friedrich Wilhelm Meyer, Samson Schames; Ausstellung im Rahmen der Veranstaltungen der Stadt Frankfurt am Main, zum 50. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, im Tiefgeschoss der Paulskirche zu Frankfurt am Main, 30. April bis 26. Mai 1995 / [Stadt Frankfurt am Main]. Hrsg. im Auftr. des Dezernats für Kultur und Freizeit ... Katalog: Elisabeth Abendroth unter Mitarb. von Cordula Frowein
12 Arbeiten aus der Mappe "Entre Chien et Loup" sowie sieben weitere Radierungen.

Maillet, geboren als Leopold Mayer, verarbeitet in der Mappe "Entre Chien et Loup" die Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Der Künstler erhielt seine Ausbildung in Frankfurt am Main, wo er die Meisterklasse Max Beckmanns in der Städelschule besuchte. 1938 emigrierte er mit seiner Ehefrau, der Modezeichnerin Margarete Hoeß, nach Frankreich, wo sie 1940 verhaftet und interniert wurden. 1942 konnte er fliehen; im Versteck entstanden Zeichnungen und Aquarelle, die er aus Mangel an Materialien mit Kaffeesatz, Wein und sogar Blut anfertigte. Letztlich gelang ihm die Flucht in die Schweiz. Aus den Zeichnungen, die in dieser Zeit entstanden waren wählte Maillet 12 Blätter als Vorlage für die Radierungen der Mappe "Entre Chien et Loup" aus.

Die Redewendung "entre chien et loup" (zwischen Hund und Wolf) bezeichnet die Zeit der Dämmerung.

Die Ziffern "1000 = 12 // 12 = 1000" auf dem Mappentitel beziehen sich auf die Dauer der Zeit der Verfolgung: 12 Jahre, die die Dauer von 1000 Jahren zu haben schienen, oder aber: ein als "tausendjährig" proklamiertes Reich, das nach 12 Jahren sein Ende fand.

Das vorliegende Exemplar der Mappe schenkte der Künstler einem Rechtsanwalt, der ihn in Entschädigungssachen vertreten hatte.

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