Ruth Goldschmidt (1914-1944) vor der Baracke im Lager Gurs

2005/146/331
Fotografische Sammlung
Fotografie (s/w)
Fotografie auf Silbergelatine-Barytpapier, Tinte
Gurs 16.9.1940
Höhe: 7 cm Breite: 4.7 cm
M. (hs. mit Tinte schwarz): "Ja - so / bin ich ... / vor meiner Behau- / sung. // Gurs, 16.9.40."
Schenkung von Ralph Wagner
Fotografie (s/w), Büttenrand

Ruth Goldschmidt in kurzärmeligem Pulli und knielangem Rock am Eingang einer hölzernen Baracke stehend. Sie hält eine Zigarette in der Hand und lächelt in die Kamera.

Nach ihrer Heirat 1935 zog Ruth Goldschmidt zu ihrem Ehemann nach Brüssel. Sie wollte damit auch der zunehmenden Ausgrenzung der Juden in Deutschland entgehen. Als die deutsche Wehrmacht Belgien im Mai 1940 besetzte, flüchtete sie weiter nach Frankreich. Dort wurde sie - wie andere deutsche Juden - verhaftet und in das Lager Gurs am Rande der Pyrenäen verschleppt.
Angehörige in den USA bemühten sich um Ruths Auswanderung. Aber als das ersehnte Visum 1942 endlich vorlag, war sie bereits in das Sammellager Drancy bei Paris gebracht worden. Von dort wurde Ruth Goldschmidt nach Auschwitz deportiert, wo sie vermutlich 1944 starb.

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