Postkarte von Alfred Meyer (1920-1998) an seine Eltern aus New York während seiner Reise in die Emigration

Alfred G. Meyer (5.2.1920 - 22.4.1998)

2003/197/69
Archiv
Postmitteilung
Papier, Tinte, Gummistempel, Briefmarke
New York 23.9.1939
Höhe: 8.9 cm Breite: 14.1 cm
Schenkung von Vera Meyer
Ansichtspostkarte, Motiv t.s.s. Volendam, gelaufen, hs.: "Liebe Eltern! Ich will lange Briefe nicht schreiben, sondern lieber öfter eine Karte. Von Sta. Ana. bekam ich gestern $100,- telegrafisch gesandt. Heigo und Buba Weinberg aus Herford lassen grüssen. Diese Tage sehe ich mir New York an. Gestern abend war ich auf dem Broadway, der New Yorker Reeperbahn. Unvorstellbar! Tante Evelyn war nett und hat mir $100,- gegeben. Der Gatte sitzt noch in Holland. Heute gehe ich zur Weltausstellung. Morgen werde ich ein paar Besuche machen (Franklin, Diehofer) und Dienstag starte ich mit Greyhound nach Chicago. Ich habe noch von keinem Menschen Post. Ich hoffe, Ihr seid wohlauf. Ich bin ja in einer anderen Welt. Rosenbaums sind sehr nett zu mir. Herr Rosenbaum spekuliert an Börse für fremde Rechnung Frau R.", auf Bildseite: "Wohung abvermietet. Die beiden Jungen gehen zur Schule. ich persönlich möchte nicht in New York wohnen. Es ist zwar eine Wonder City, aber zum Wohnen und darin leben schrecklich. - Beim Zoll habe ich grosses Glück gehabt. Die Leute hätten für Teppiche und Porzellan viel Zoll erheben können. Ich habe aber nur 1.75 für Wein zahlen müssen. Die Amerikanische Amtssprache ist z. Teil seltsam. Ich laufe aber alleine in N.Y. herum. Lasse es Euch recht, recht gut gehen! Herzlichen Gruss, auch an alle Bekannten und Verwandten / Euer Alfred / Die Fair war grossartig! Es waren Sonntag nur 390000 Besucher da. Diehofers waren sehr nett zu mir. "

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