Sammeldatensatz: Schachtel mit Erinnerungsstücken von Liese Glas (1918-2003)

2005/103/232/232.001-018
Alltagskultur
Metall, Karton, Papier, Blei, Textil, Holz, Glas, Zinn, Messing, Kunststoff
Wien ca. 1925 bis 1939
Höhe: 5 cm Breite: 17.5 cm Tiefe: 13 cm Schachtel geschlossen gemessen
Schenkung von Jonathan Davies
Pappschachtel mit Schloss, bezogen mit Papier mit floralem Muster in Lila- und Grautönen; einliegend Drahtnetzeinsatz mit drei Fächern.
Die Schachtel enthält:
-1 Plüschschwein
-1 Schwein aus Holz
-1 Vogel aus Buntglas
-1 Schornsteinfeger mit Glücksschwein aus Metall
-1 Mesusa in Halterung aus Bronze
-4 Formen vom Bleigiessen
-1 einzelner Schlüssel
-1 Schlüsselbund am Lederband mit 4 Schlüsseln
-1 Schlüsselbund am Metallring mit 7 Schlüsseln
-2 Schlüsselbünde an Schnur mit je 2 Schlüsseln
-1 Schlüsselbund an Schnur mit kl. Zettel "Soft Top Hat Box"
-1 Platzkarte für D-Zug ab Wien am 16.03.1939

Die Zugfahrkarte wurde vermutlich für die Fahrt in das englische Exil benutzt, die Schlüssel könnten zum Teil zu den Emigrationskoffern gehören.

Die Schachtel wurde Liese Glas von ihrem Vater Robert Glas zum Geburtstag geschenkt. Zu dem Geschenk hatte er seiner Tochter ein Gedicht geschrieben. Liese Glas nahm die Schachtel mit in die Emigration, als sie im März 1939 nach England ging und bewahrte darin bis zu ihrem Tod die Erinnerungsstücke aus ihrer Kindheit in Wien auf. Ihre Eltern schafften es nicht mehr, Österreich zu verlassen. Sie wurden in das Ghetto Izbica deportiert und dort ermordet.

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